(Juni 2011)

Zum ersten Mal seit  der Projektgründung vor 6 Jahren flogen wir wieder nach Peru - ein Besuch, der uns vor allem durch die Finanzierung unseres Fluges von einem privaten Spender ermöglicht wurde und zu einem unglaublichen und emotionalen Erlebnis für uns wurde.

Hier ein kleiner Auszug aus unserem Reisetagebuch:

Samstag, 11.6. - Sonntag, 12.6.
Unsere Reise begann am Münchner Flughafen. Wir flogen zunächst nach Madrid - hatten dort aufgrund technischer Probleme einen längerem Aufenthalt - und weiter nach Lima mit anschließendem Inlandflug nach Piura. Leider flog unser Privatgepäck nicht mit, so hatten wir lediglich 50 Rucksäcke und Caps als Geschenke für die Kinder im Gepäck.

Montag, 13.6.
Die vorerst letzte Etappe bis zu unserem Ziel stand an – die Fahrt nach Tambogrande. Zunächst mit dem Bus (ca. 1,5 Std.), vom Busbahnhof in Tambogrande schließlich mit dem Mototaxi zur Familie Palacios, die wir vor 6 Jahren kennenlernten und bei der wir die nächsten 2 Wochen wohnen konnten.
Am Nachmittag besuchten wir das erste Mal Locuto (ca. 10 min. mit dem Mototaxi von Tambogrande entfernt) und überraschten einige unserer Projektmitarbeiter, da wir Sie über den genauen Termin unserer Ankunft im Unklaren ließen.
Abends fand unser Gepäck tatsächlich den Weg nach Tambogrande.

Dienstag, 14.6.
Wir besuchten das erste Mal die 3 Projekte, die am Nachmittag parallel stattfanden und waren sehr begeistert vom Ablauf der Betreuungsstunden und von der Qualität des Unterrichts. Außerdem waren wir sehr gerührt von den Kindern in ihren gelben Projekt-T-Shirts!

Mittwoch, 15.6.
Wir holten verschiedene Infos bezüglich unseres geplanten Ausfluges mit allen Kindern und Mitarbeitern ans Meer – das ca. 80 km entfernt ist und die meisten von Ihnen noch nie gesehen hatten – ein, besprachen dieses Vorhaben mit unserem Koordinator Eduardo und berichteten unseren Mitarbeitern davon.

Donnerstag, 16.6.
Es standen viele Vorbereitungen an, beispielsweise die Organisation eines großen Busses, die
Verpflegung der Kinder unterwegs etc.
Nachmittags ließen wir über den Dorflautsprecher einen Elternabend einberufen, um die Eltern zu informieren und ihr Einverständnis zum Ausflug zu bekommen, da wir aus Platzgründen nicht alle Eltern mitnehmen konnten. Zum spontanen Treffen waren fast Alle da, wir stellten uns vor und erklärten den Verlauf des geplanten Ausfluges. Wir erhielten die Zustimmung von fast allen Eltern, 4 von Ihnen wurden zudem noch ausgelost und durften mit auf die Reise. Anschließend fand noch ein Mitarbeitertreffen statt um die letzten organisatorischen Vorbereitungen abzusprechen.

Samstag, 18.6.
Ausflugstag - um 7 Uhr morgens trafen wir uns an der Brücke nach Locuto, um ca. 8 Uhr waren alle insgesamt 45 Mitreisenden da – 30 Kinder, 9 erwachsene Begleitpersonen, 4 Elternteile sowie wir beide.
Zunächst mussten wir noch einmal für die Genehmigung des Ausflugs zur Polizei (das 3. Mal bereits…). Weiter ging es nach 1,5-stündiger Fahrt in die Hafenstadt Paita, wo wir zunächst die Basilika "V irgen de la Mercedes" besuchten. Anschließend spazierten wir durch das Städtchen zum Hafen und aßen zu Mittag. Nach dem Mittagessen ging es nun endlich nach Colan ans Meer zum Baden. Die Kinder hatten sehr viel Spaß und freuten sich über die kleinen Wellen.
Gegen 18:30 kamen wir wieder komplett und glücklich zurück nach Tambogrande.

Sonntag, 19.6.
Die Eltern der Kinder und unsere Mitarbeiter organisierten ein Dankeschönfest in der Schule in Locuto für uns. Neben vielen Dankesreden gab es Essen, Musik, Tanz und für uns einige selbst gemachte Geschenke.

Dienstag, 21.6.
Wir überarbeiteten Verträge, kontrollierten Abrechnungen und besuchten nachmittags die Projekte. Darwin, ein Junge aus dem Projekt, der sich letztes Jahr schwer verbrannte, besuchten wir bei seiner Familie zu Hause.

Donnerstag, 23.6.
In Tambogrande bestellten wir bei einem Schreiner 2 große Schreibtafeln, gaben einen Schrank zur Aufbewahrung der Projektmaterialien in Auftrag und besorgten verschiedene Schulmaterialien für die Kinder.
Am Nachmittag besuchten wir die Projekte zum letzten Mal, verabschiedeten uns von den Kindern und setzten uns anschließend noch einmal mit unseren Mitarbeitern zur Klärung einiger offener Fragen zusammen.

Freitag, 24.6.
Schweren Herzens packten wir wieder unsere Rucksäcke, verabschiedeten uns von allen Freunden und reisten Richtung Ecuador um dort noch eine Woche Urlaub zu machen.

Insgesamt besuchten wir sechsmal die Projekte Maicole I, II und III und konnten uns von der Qualität des Unterrichts und der Hausaufgabenbetreuung, der Fähigkeit der Lehrkräfte und Helfer, der Motivation der Kinder, der Unterstützung der Eltern und der Notwendigkeit der Projekte überzeugen.

Vielen herzlichen Dank an Alle, die den Verein bisher finanziell oder mit ihrem ehrenamtlichen Engagement unterstützt haben und dadurch zu einer verbesserten Bildungssituation der Kinder und Familien in Locuto beigetragen haben.

Ein Bericht von Nicole Schwarzenbach und Maike Beyreis