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Name​

"Antarktis" bedeutet soviel wie "gegenüber der Arktis", deren Namen vom Sternenbild der Arktis (Großer Bär, griechisch arctos) abgeleitet werden kann.

Lage - Allgemein

Länderinformationen Antarktis

Die Antarktis befindet sich auf der Südhalbkugel. Die nächstgelegenen Landmassen sind Feuerland in Südamerika und die Inseln Tasmanien und Neuseeland.

Zeitzone

Der Zeitunterschied zwischen der Antarktis und Deutschland beträgt zwischen -2 und -4 Stunden.

Geographie

Der vom Südlichen Ozean bzw. der Antarktik umgebene Kontinent Antarktika umfasst ca. 13,2 Quadratkilometer und ist damit knapp 3 Quadratkilometer größer als Europa. Die Küste Antarktikas besteht zu einem großen Teil aus Schelfeis; darunter versteht man große Eisplatten, die auf dem Meer schwimmen und durch Gletscher mit dem Land fest verbunden sind. Typisch sind außerdem die Tafeleisberge, die vom Schelfeis abbrechen und auf dem Meer treiben. Die Antarktis wird von einer Packeiszone umgeben, die aus aufeinander geschobenen Eisschollen besteht, und beheimatet ein üppiges Ökosystem. Der höchste Berg ist der 4.897 m hohe Mount Vinson.

Klima

Antarktika stellt den kältesten Kontinent der Erde dar. Im Sommer sinken die Temperaturen auf dem Polarplateu auf -40 °C, im Winter sogar bis auf -70 °C. Die Wintertemperaturen an der Küste betragen zwischen -20 und -30 °C, im Sommer wird manchmal die Nullgradgrenze erreicht. In den Küstengebieten fallen jährlich rund 600 mm Schnee, im Landesinneren und auf den vorgelagerten Inseln ist dieser Wert deutlich höher.

Geschichte

Forscher vermuten, dass das mit Eis bedeckte Festland der Antarktis nicht immer einen vereisten Kontinent darstellte, sondern vor 70 Millionen Jahren sogar suptropisches Klima hatte und in seinen Wäldern zahlreiche Tiere beheimatete.
Die erste Sichtung der Antarktis kann nicht genau an einem bestimmten Ereignis festgemacht werden, wird aber im Januar 1820 datiert. Nur ein Jahr später betrat der US-amerikanische Robbenjäger John Davis den Kontinent als erster.
Nach vereinzelten Vorstößen verschiedener Nationen begann die eigentliche Eroberung  1895 mit dem 6. Internationalen Geographischen Kongress in London: Wissenschaftler der Welt wurden dazu aufgerufen, Expeditionen in die Antarktis zu unternehmen. Diesem Ruf wird bis heute gefolgt.

Flora und Fauna

Die Flora der Antarktis beschränkt sich aufgrund der niedrigen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit auf kleine blütenlose Sporenpflanzen (Antarktische Schmiele und Antarktische Perlwurz), lediglich zwei Blütenpflanzen bilden die Ausnahme unter Moosen, Algen, Pilzen und Flechten.
Die Tierwelt der Antarktis ist dagegen artenreicher: Sie beheimatet Pinguine, Wale, Robben, Albatrosse, Sturmvögel, Krebstiere und Fische. Die Tierwelt ist allerdings fast nur auf den Küstenbereich und das antarktische Meeresgebiet beschränkt.

Wirtschaft

Die Wirtschaft der Antarktis spielt in der Gegenwart und nahen Zukunft keine Rolle. Allerdings wird der steigende Bedarf an Nahrungsmittel und Rohstoffen sowie die Endlichkeit verschiedener Energiequellen das wirtschaftliche Interesse an der Antarktis und ihren Bodenschätzen vermutlich steigen lassen.

Tourismus

Trotz ihrer für den Menschen lebensfeindlichen Umgebung wird die Antaktis zu einem zunehmend beliebteren Reiseziel für Touristen. Die in der Regel aufgrund von Abgeschiedenheit, fehlender Infrastruktur und hohen Umweltauflagen kostspieligen Reisen gestalten sich in der Regel als Kreuzfahren. Es werden allerdings auch Landausflüge auf den Kontinent und die vorgelagerten Inseln angeboten, ebenso Bergsteigertouren für erfahrende Wanderer. Seit 1995 findet außerdem ein Antarktis-Marathon mit sehr begrenzter Teilnehmerzahl statt.