Städte und Orte in Antarktis

Forschungsstation Videla

Die nach dem einstigen chilenischen Staatspräsidenten Gabriel González Videla bennannte Forschungsstation liegt an der Paradise Bay auf der Antarktischen Halbinsel, und ist im arktischen Sommer bemannt. Sie dient zur Repräsentanz Chiles im Falle späterer Gebiets- und Hoheitsansprüche neben Argentinien und Großbritannien.

Forschungsstation Videla

Forschungsstation Videla
© Turismo Chile

Südliche Shettland Inseln

Die erste Station in der Antarktis sind meist die Südlichen Shetlandinseln. Die subarktische Inselgruppe besteht aus 11 größeren und vielen kleineren Inseln. Der antarktische Kontinent liegt ungefähr 150 km davon entfernt. Auch wenn die Reise nicht mit dem Schiff, sondern mit einem Flugzeug begonnen hat, finden sich die Reisenden danach im Shetland-Archipel wieder, denn auf einer der Inseln, der King George Island, befindet sich die Landebahn einer chilenischen Forschungsstation. Für antarktische Verhältnisse ist das Klima des Archipels relativ mild. Aus diesem Grund und wegen der Nähe zu dem südamerikanischen Kontinent ist die King George Insel ein beliebter Standort für Forschungsstationen. Vor allem die chilenische „Presidente Eduardo Frei Montalva“-Station und die russische „Bellingshausen“-Station sind tolle Ziele für Touristen, die einen Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftler erlangen möchten. Die Deception Insel ist ein besonders beliebtes Ziel der Inselgruppe. Hier kann man, bei eisiger Außentemperatur in heißen Thermalquellen baden. Die Mutigen können sich danach im kalten Polarmeer abkühlen. Auf der Insel warten außerdem verlassene Walfänger-Stationen, eine der größten Kehlstreifen-Pinguin-Kolonien und einige schöne Wandertouren auf die Entdecker. Das meist ruhige Meer des Shetland-Archipels beeindruckt mit riesigen Eisbergen, traumhaften Fjorden voll mit Eis und einer vielfältigen Tierwelt, die von Seevögeln über Pinguine bis hin zu Seelöwen und Walen reicht.

Vogel auf Eisscholle

Vogel auf Eisscholle
© SERNATUR

Beagle-Kanal und Drake Straße

Der Beagle Kanal und die Drake-Passage sind Meerstraßen und gehören an sich noch nicht zur Antarktis. Um in die Abgeschiedenheit des ewigen Eises zu gelangen, muss jedoch erst einmal ein kleiner Weg auf sich genommen werden, der die Reisenden von Ushuaia durch den Beagle-Kanal und die Drakestraße führt. Ers­te­rer liegt südlich von Feuerland und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Die Fahrt auf der Meerstraße bis zum Kap Hoorn, dem südlichsten Punkt Südamerikas, dauert ungefähr einen Tag. Man kann während die Isla dos Lobos passiert wird die ersten Seelöwen und Kormorane entdecken. Weitere Highlights sind die Estancia Haberton, die älteste Farm Feuerlands oder auch Puerto Toro, der südlichste Ort der Welt mit ungefähr 50 Einwohnern. Daran schließt sich die Drake-Passage an. Je nach Schiff dauert die Überquerung der Meerstraße 2 bis 4 Tage. Immer wieder können Vögel wie z.B. Kapsturmvögel, beobachtet werden. Langsam erreicht das Schiff die polaren Gewässer und das Meer verändert seine Farbe von schwarzblau zu grün. Für Reisende, denen die oft stürmische Drake-Passage nicht ganz geheuer ist, bietet sich ein ca. 90-minütiger Flug in die Antarktis von Punta Arenas, Chile, als angenehme Alternative an.

Leuchtturm Beagle-Kanal

Leuchtturm Beagle-Kanal
© Marina Kuss

Neumayer und Lemaire Kanal

Der Neumayer-Kanal wird auf Reisen in die Antarktis sehr oft vor dem Lemaire-Kanal angesteuert. Er ist für seine majestätischen Klippen bekannt und erinnert an ein Labyrinth, denn die Ausgänge sind oft nicht gleich ersichtlich. Ein beliebtes Ziel ist Port Lockery, ein Naturhafen. Die dortige Forschungsstation und das Museum werden von Wissenschaftlern betrieben, die den Einfluss des Tourismus auf die Eselspinguine untersuchen. Übrigens: hier kann man Souvenirs als Erinnerung kaufen und sogar Post in die Heimat verschicken. Diese braucht jedoch vier bis sechs Wochen, bis sie ankommt. Weiter geht es meist in Richtung des 65. südlichen Breitengrads. Dort folgt die Querung des bekannten Lemaire-Kanals, einer Meerenge, die gerne von Kreuzfahrten in die Antarktis angesteuert wird und als einer der Höhepunkte gilt. Die spektakuläre Passage wird auf beiden Seiten von beeindruckenden, zum Teil 1000 Meter hohen Eisriesen gesäumt. Auf Eisschollen kann man immer wieder Robben und Pinguine entdecken. Manchmal ist die Passage nach Süden von Eisbergen versperrt, dann muss das Schiff umkehren und einen anderen Weg nehmen. Solche Zwischenfälle können nicht vorhergesagt werden und machen das wahre Abenteuer einer Expedition aus.

Schiff im Eismeer

Schiff im Eismeer
© Visit Chile Travel

Von der Paradiesbucht bis zu den

Die Paradiesbucht trägt den Namen nicht ohne Grund, denn sie ist wirklich traumhaft. Sie ist einer der zwei Häfen in der Antarktis, an denen es Kreuzfahrschiffe erlaubt ist, anzulegen. Bei einer Rundfahrt mit dem Zodiac, einer Art motorisiertem Schlauchboot, das für viele Ausflüge in die Antarktkis verwendet wird, kann man die Bucht in all ihrer Schönheit erkunden und außerdem verschiedene Tiere wie Krabbenfresser-Robben oder Kormorane beobachten. Mit etwas Glück können die Schifffahrer hier auch ihren ersten Seeleoparden entdecken. Als nächstes Highlight wartet oft die Cuverville-Insel, die für ihre große Eselspinguin-Kolonie bekannt ist. An der Küste entdeckt man viele alte Walknochen, die von vergangen Waljagden stammen. Am Ende vieler Kreuzfahrten steht der Melchior-Archipel, zu dem mehrere unbewohnte Inseln gehören. Er ist beim Tourismus sehr beliebt, denn auf ausgedehnten Schlauchboottouren kann man hier wunderbar die Eisberge und die zerklüftete Küste erkunden. Außerdem sind hier besonders oft Buckelwale anzutreffen.

Kayakfahrer vor Walflosse Vogel auf Eisscholle

Kayakfahrer vor Walflosse Vogel auf Eisscholle
© Visit Chile Travel