Städte und Orte in Ecuador

Quito

Die Hauptstadt Ecuadors, Quito, wurde 1534 von den Spaniern gegründet und konnte sich das Aussehen einer spanischen Kolonialstadt bis in die heutige Zeit bewahren. Sie liegt auf 2.850 m in einem Hochbecken und ist nach La Paz in Bolivien die zweithöchst gelegene Großstadt der Welt. Überragt werden die Stadt und ihre 1,4 Millionen Einwohner vom Vulkan Pichincha (4.776 m), der heute als erloschen gilt. Im 16. und 17. Jahrhundert zerstörte er jedoch große Teile der Stadt. Quito gilt als älteste der Hauptstädte Südamerikas, die Altstadt wurde unter Denkmalschutz gestellt und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Etwa 60 Kilometer südlich von Quito liegen der Vulkan Cotopaxi und der Nationalpark gleichen Namens. Das Erklimmen des höchsten frei stehenden aktiven Vulkans der Erde ist eines der größten Erlebnisse, das Ecuador zu bieten hat.

Plaza Independencia Quito © Eva

Plaza Independencia Quito © Eva
 

Guayaquil

Die Hafenstadt Guayaquil ist die größte Stadt Ecuadors. Mit knapp 3 Millionen Einwohnern im gesamten Großraum ist sie fast doppelt so groß wie Quito. In Guayaquil wird der größte Teil der Exporte abgewickelt. Einen großen Aufschwung erhielt die Stadt durch den Ölboom, inzwischen haben 80 % der Industriebetriebe des Landes hier ihren Sitz. Durch die Ausweitung der Exportbetriebe war eine Verlegung des Hafens in ca. 10 km Entfernung nötig. Die alten Hafenanlagen werden heute restauriert und zu einem Flanier- und Vergnügungsviertel ausgebaut, das nationale und internationale Touristen anziehen soll. Es gibt auch verschiedene Museen, die die unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Stadt von der Frühzeit bis zur Neuzeit dokumentieren, so z. B. das Museum für Anthropologie, das Stadtmuseum und das Museum für moderne Kunst. Des Weiteren besitzt Guayaquil einen schönen Park, in dem verschiedene Pflanzen und Tierarten der Region zu sehen sind.

Guayaquil Kirche

Guayaquil Kirche
© Mit freundlicher Genehmigung von Positiv Turismo

Cuenca

Wo sich heute die Stadt Cuenca mit ihren circa 350.000 Einwohnern auf einer Höhe von 2.500 m befindet, stand einst die indianische Stadt Guapondelig. Hier fand die große Schlacht zwischen den Inkas und den Kañaris statt, bei der der Indianerstamm vernichtend geschlagen wurde. Auf den Resten der Indianerstadt erbauten die Inkas ihre Stadt Tumipampa, die jedoch während des Erbfolgekrieges zwischen den Halbbrüdern Huascar und Atahualpa zerstört wurde. 1557 gründeten die Spanier an der gleichen Stelle Cuenca. Die beiden Kirchen La Concepción und El Carmen de la Asunción, die alte Universität und das Rathaus zeugen noch von dem kolonialzeitlichen Baustil. In den letzten Jahren hat sich die Bevölkerungszahl vergrößert und inzwischen ist sie die drittgrößte Stadt des Landes. Auch Cuenca wurde wegen der schönen Altstadt mit unzähligen Kirchen, den schmalen Gassen mit Kopfsteinpflaster und den Häusern im Kolonialstil zum Weltkulturerbe erklärt.

Panamahut-Museum

Panamahut-Museum
© Mit freundlicher Genehmigung von Positiv Turismo

Otavalo

Im Herzen der Anden, mit seinen schneebedeckten Vulkanriesen und tausendjähriger indigener Kulturlandschaft befindet sich Otavalo. Vor allem wegen des weltbekannten Otavalo Indianermarkts ist die Stadt, die etwa 110 km (ca. 2 Busstunden auf der Panamericana) nördlich von Quito liegt, einen Besuch wert. Allerdings ist allein die Lage dafür verantwortlich, dass die Stadt zum beliebtesten Touristenziel im Norden Ecuadors geworden ist. Bei schöner Witterung bietet sie einen wundervollen Ausblick ins Tal und auf die umliegenden Vulkane Cotacachi, Imbabura und Cayambe. Der beliebteste von ihnen ist der Cotacachi, an dessen Fuß der Vulkansee Cuicocha liegt. Die unberührten Paramo-Landschaften sind wie geschaffen, um entlang der wunderschönen Kraterseen zu wandern, in denen sich zwei kleine Inseln befinden. Noch eine Besonderheit in der Gegend ist der herrliche, sagenumwobene Wasserfall von Peguche. Dieser Wasserfall ist ein besonderer spiritueller Ort für die Otavalo Indigenen.

Bunte Stoffe in Otavalo

Bunte Stoffe in Otavalo
© Mit freundlicher Genehmigung von Positiv Turismo

Riobamba

Riobamba ist das Zentrum einer Agrarregion und ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt in Ecuador. Die Stadt liegt in der zentralen Sierra in einem Becken der Anden im Tal des Flusses Chambo. Die Gegend um das heutige Riobamba war das Zentrum der Puruhá-Kultur, die nach längeren Kämpfen von den Inkas unterworfen wurden. Die Stadt hat eine lange und turbulente Geschichte. Nachdem die Stadt erst von den spanischen Konquistadoren zerstört wurde und etwa 200 Jahre später von einen Erdbeben, verfügt sie heute über vergleichsweise wenige sehenswerte Bauwerke. Die schöne Lage der Stadt macht das aber wieder wett. Da von der Stadt aus insgesamt fünf Vulkane zu sehen sind, wird die Stadt von Einheimischen auch als „Sultanin der Anden“ bezeichnet. In der Nähe von Riobamba befindet sich der Chimborazo Nationalpark. Der Chimborazo ist der höchste nicht aktive Vulkan der Welt. Auf einer Höhe von über 4.800 m kann man die idyllische Landschaft genießen und immer mal wieder wilde Vicuñas (Familie der Lamas) zu Gesicht bekommen.

Vulkan Chimborazo

Vulkan Chimborazo
© Mit freundlicher Genehmigung von Positiv Turismo

Galapagos Inseln

Zu Ecuador gehören auch die Galapagos Inseln. Die Inselgruppe besteht aus 13 großen und über 100 kleineren bis winzigen Inseln. Sie liegen am Äquator ca. 1000 km westlich der ecuadorianischen Küste, sind aber kein typisches Tropenparadies. Die Sehenswürdigkeiten Galapagos sind vor allem landschaftlicher Natur und die dort lebende außerordentliche Flora und Fauna gehört sogar zum Weltnaturerbe der UNESCO. Darüber hinaus ist die Geschichte der Inseln einzigartig und faszinierend. Ursprünglich waren sie ein Traumziel für Biologen, entwickelten sich aber mit der Zeit durch den Tourismus und den Fischfang zu einem Wirtschaftsraum. Heute werden sie durch den Nationalpark der Galápagos-Inseln geschützt. Der Archipel ist wie geschaffen für Naturbeobachter, aber auch Liebhaber des Aktivurlaubs finden sich hier gut zurecht! Ob mit dem Kajak über Wasser, beim Tauchtrip unter Wasser oder per Landpartie auf dem Mountainbike, die Inselwelt kann man intensiv erleben!

Gardener Bay Galapagos

Gardener Bay Galapagos
© Mit freundlicher Genehmigung von Positiv Turismo

Oriente

Etwa die Hälfte der gesamten Staatsfläche Ecuadors ist mit Dschungel bedeckt. Das Amazonasgebiet wird hier auch „Oriente“ genannt. In kaum einem anderen südamerikanischen Land ist der Urwald so gut erschlossen und lässt sich so wunderbar erkunden wie in Ecuador. Das tropische, feucht-warme Klima liefert die perfekten Lebensbedingungen für die Bewohner des Waldes. Unzählige tropische Tier- und Pflanzenarten sind hier beheimatet, und an jeder Ecke wartet eine weitere seltene Art. Die Schönheit des Anblickes, wenn einzelne Sonnenstrahlen sich einen Weg durch die dichten, satt-grünen Baumkronen bahnen und die Blüten der exotischen Pflanzen in allen Farben leuchten, während bunt-schillernde Vögel durch die Lüfte gleiten, lässt sich kaum beschreiben. Doch der Regenwald bietet noch viel mehr: die Bewohner der hier ansässigen Indianerstämme freuen sich, ihren Gästen die Bräuche und Traditionen zu vermitteln, die in ihren Dörfern schon seit Urzeiten weitergegeben werden und gewähren gerne einen Einblick in ihr Leben und ihren Alltag. Außerdem ist eine Kanu- oder Wildwasserfahrt auf einem der Amazonaszuflüsse ein ganz besonderes Erlebnis und viele Ökolodges stehen den Besuchern im Dschungel zur Verfügung, um nach einer erlebnisreichen Expedition, Wildtier- oder Vogelbeobachtung etwas auszuruhen und zu entspannen. Mehrere Reservate, Nationalparks und Schutzgebiete im ecuadorianischen Amazonasgebiet sind ebenfalls einen Besuch wert oder genauso wie die Wildtieraufzuchtstation Cuyabeno.

Amazonasgebiet in Ecuador

Amazonasgebiet in Ecuador
© Mit freundlicher Genehmigung von Positiv Turismo