Städte und Orte in Kleine Antillen ü. d. W.

Guadeloupe

Guadeloupe ist eine französische Kolonie und besteht aus 2 großen und 7 kleinen Inseln. Die beiden großen werden Basse-Terre und Grand-Terre genannt und werden durch den Rivière Salée getrennt. Erstere ist eine Vulkaninsel mit dem aktiven Vulkan La Soufrière, außerdem werden dort große Bananenplantagen angebaut, letztere wird vor allem zum Zuckerrohranbau genutzt. Auf den Inseln kann man den Nationalpark, der 17.300 ha fasst, mit seinen über 300 verschiedenen Baum- und Straucharten, darunter dem Riesenfarn, besuchen. Hier gibt es auch eindrucksvolle Wasserfälle, les chutes du carbet. Für Trekker ist es ein wahres Paradies, es gibt über 300 km ausgeschriebene Wanderwege durch den gut erhaltenen Regenwald. Flora und Fauna kann man auch in den bei Guadeloupe gelegenen Korallenriffen genießen, es werden Kurse sowohl für Anfänger als auch für Profis angeboten. Wer nicht gerne taucht, kann die Tierwelt auch in Glasbodenbooten, U-Booten oder großen Aquarien, die hunderte Fischarten und Schalentiere zu einem farbenprächtigen Schauspiel machen, beobachten. Wem auch hierbei noch nicht ganz wohl ist, ist nicht minder gut bedient auf dem „Festland“. Im Landesinneren, abgelegen von den wunderschönen Stränden am kristallklaren Wasser, gibt es eine 300 Jahre alte Rumbrennerei, wo man alles über diese alte Kunst erfahren kann. Das Rummuseum in Saint-Rose bietet ebenfalls einiges Wissenswertes an, zusätzlich auch eine beeindruckende Sammlung von Insekten und Schmetterlingen. Wer die Seele Guadeloupes verstehen will, sollte die Museen St. John Perse und Schoelcher besuchen, außerdem die Burg Fleur d’Epée. Der Tierpark mit Waschbären und Leguanen, ein Orchideengarten, Kaffee-, Kakao- und die bereits erwähnten Bananenplantagen, botanische Gärten mit heimischen und gleichermaßen exotischen Baumarten, Vogelarten und Schmetterlingen, sowie der Park der Steingravuren beschreiben nur einen kleinen Teil der schier nicht endenden tollen Angebote auf der Inselgruppe. Empfehlenswert ist eine Reise zwischen November und April, da man dann den örtlichen Karneval, Ochsenkarrenziehen und Hahnenkämpfe aus nächster Nähe erleben kann.

Bequia Admiralty Bay

Bequia Admiralty Bay
© St Vincent & The Grenadines Tourist Office

Dominica

Dominica ist eine ca. 750 km2 große Insel, die von den Ureinwohnern „Ihr Körper ist hoch“ genannt wird. Diese Bezeichnung hat wahrscheinlich im gebirgigen Relief der Insel ihren Ursprung. Obwohl die Regierung seit einigen Jahren versucht, mehr Touristen anzulocken, erfüllt das initiierte Programm nicht gänzlich seinen Zweck, denn der neu errichtete große Flughafen hat noch immer keine internationale Zulassung erhalten, weshalb man nur mit binnenländischen Flügen oder mit dem Schiff auf die Insel kommt. Das macht das Ziel aber nicht weniger aufregend, ganz im Gegenteil, wenige Touristen bedeutet mehr Idylle und Unberührtheit der Natur. Hervorzuheben sind vor allem zwei Bereiche: das Hiking und das Diving. Letzteres können Sie erleben, wenn Sie die Riffe entlang tauchen und exotische Unterwassertiere wie Seepferdchen, Anglerfische, goldene Seelilien, Schwämme, Zitterrochen, Seeigel, Fledermausfische oder Seeschlangen, die zu seltenen Exemplaren gehören, mit eigenen Augen sehen. Aber auch die „Landschaft“ unter Wasser ist bemerkenswert, mit Schluchten, schroffen Felsen, Vulkankratern, massiven Geröllfeldern, steilen Wänden und Zinnen. Ein ganz besonderes Highlight sind noch aktive geothermische Öffnungen. Man schwimmt durch sprudelndes warmes Wasser und sogar der lavabedeckte Boden fühlt sich warm an. Nicht zu vergessen das Wandern auf dem Festland. Erst vor kurzem wurde der Waitukubuli National Wanderweg eröffnet und führt in 14 Abschnitten knapp 300 km über die Insel. Wer die komplette Strecke laufen will, sollte mindestens 2 Wochen einplanen, man kann aber auch die für sich interessantesten Parts auswählen und nur diese gehen. Bei der Auswahl sollte man den Schwierigkeitsgrad beachten, der in drei Stufen eingeteilt ist – leicht, mittel und schwer.

Regenwald bei den Trafalgar Wasserfällen

Regenwald bei den Trafalgar Wasserfällen
© Discover Dominica Authority

St. Lucia

Im kristallklaren Wasser des Karibischen Meers, südlich von Martinique, liegt die Insel St. Lucia. Ihre Hauptstadt heißt Castries und Tourismus ist der größte wirtschaftliche Sektor. Die Stadt liegt inmitten einer Bucht, die vom Berg Morne Fortune und dem Vorgebirge der Vigie-Halbinsel eingerahmt wird. In der Hauptstadt Castries kann man gut essen und mit den Einheimischen in Kontakt kommen. Die Insel hat mehrere außergewöhnliche Attraktionen. Auf der Insel gibt es südlich der alten Fischerstadt Soufrière zwei inaktive Vulkane, den Gros Piton und den Petit Piton (auch Piton Zwillingsberge genannt). Das Gebiet um die Vulkane ist auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes, und mit rund 3000 Hektar Größe umfasst es tropischen Regenwald, subtropischen Regenwald, einen Trockenwald, ein Geothermalfeld mit Schwefelfumarolen und Thermalquellen, sowie ein Meeresgebiet mit artenreichen Korallenriffen. Eine andere Attraktion ist die Marigot Bay im Westen der Insel. Es ist eine sehr schöne Bucht, die auch in der Hurrikansaison eine sichere Ankerstelle für Boote darstellt. Bekannter ist sie aber als der Ort, wo der Film Dr. Doolittle gedreht wurde. Der größte Schatz der Karibik liegt jedoch unter der Wasseroberfläche. In entlegenen Buchten vor den Inseln suchen Lebewesen Schutz, die an keinem anderen Ort der Erde zu finden sind. Das macht St. Lucia zu einer idealen Schnorchel-Destination.

Karibischer Traumstrand

Karibischer Traumstrand
© Saint Lucia Tourist Board