Städte und Orte in Kolumbien

Los Nevados Nationalpark

Eines der riesigsten Naturmosaiken Kolumbiens liegt in den kolumbianischen Anden, wo die Zentralkordillere am höchsten ist. Der Nationalpark wird durch den 5.300 Meter hohen Nevado del Ruiz Vulkan dominiert. Der Nevado del Ruiz ist der aktivste von insgesamt 3 Vulkanen im Los Nevados Nationalpark. Der Park bietet eine einzigartige Landschaft, wo Schnee, Sand, Fauna und Flora eine kontrastreiche Landschaft bilden. Auf diesen Gipfeln und Einöden gibt es auch viele Lagunen, die aus den einstigen Gruben der Eisgletscher entstanden sind. Zu den prächtigsten gehören Otún, La Leona und Laguna Verde (Grüne Lagune). Im Naturreservat "Otum Kimbaya" findet man auch subtropische Wälder, die zwischen den mit Epyphiten, Orchideen und Bromelien bewachsenen Bäumen des Primärwaldes Brüllaffen und Riesennager beherbergen. Die prachtvolle Natur des Tales "Valle de Cocora", wo die flinken Kolibris unter den bis zu 60 Meter hohen Wachspalmen schwirren, ist ein perfektes Wanderziel.


 

Popayán

Die "weiße Stadt" Popayán, die sich in den südlichen Anden befindet, wurde in 1537 von Sebastián de Belalcázar gegründet, der von Quito aus auf dem Weg nach Norden war, um die legendären Goldschätze von Eldorado zu finden. In Popayán findet man das Zentrum der indigenen Kultur im Süden Kolumbiens. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten Popayáns ist seine koloniale Architektur. Alle Gebäude im historischen Zentrum sind weiß getüncht und vermitteln den Eindruck einer längst vergangenen Zeit. Ein sehr populäres architektonisches Werk ist die Iglesia de San Francisco. Die zwischen 1775 und 1795 gebaute Franziskaner-Kirche ist ein Schmuckstück des späten Barocks, der sich hier länger gehalten hat als in Europa. Von hier startet eine der berühmten Oster-Prozessionen, die wahre Menschenmassen anlocken. Auf einer 30km langen, holprigen Straße, kommt man aus Popayán zum Nationalpark Puracé. Der Puracé ist ein 4756 m hoher, äußerst aktiver Vulkan, der allein im 20. Jahrhundert zwölf Mal ausgebrochen ist. In der bezaubernden Landschaft hat man die Gelegenheit, den mächtigen Kondor, den "König der Anden", aus allernächster Nähe zu beobachten.

Die weiße Stadt Popayan Kolumbien

Die weiße Stadt Popayan Kolumbien
 

Bogotá

Die Hauptstadt Kolumbiens liegt in einem Hochtal auf 2.645 m. Die Altstadt ist wegen ihren zahlreichen historischen Bauten, spektakulären Kirchen, dem Regierungspalast und der Plaza Bolívar bekannt. Besonders sehenswert ist das weltbekannte Goldmuseum - Museo del Oro, in dem eine Vielzahl an Gold- und Silberstücken, die von verschiedenen präkolumbianischen Kulturen angefertigt wurden, ausgestellt sind. Viele davon wurden von den Indianern des Chibcha-Stammes gefertigt. Bogotá hat sich in den letzten Jahren auch als eines der wichtigsten Gastronomie-Zentren von Lateinamerika durchgesetzt, mit sechs Gastronomie-Zonen, wo in Spitzenrestaurants internationale und lokale Kulinarische Spezialitäten angeboten werden. Mit einer Seilbahn kann man aus der Stadt auf den Cerro Monserrate fahren, der einen atemberaubenden Blick über die Metropole und die umliegende Savanne bietet. Eine Stunde von Bogota entfernt liegt die Salzkathedrale Zipaquira. In den stillgelegten Stollen des Bergwerks wurde die größte Untertagekathedrale der Welt gebaut.

La Candelaria, die Altstadt Bogotás

La Candelaria, die Altstadt Bogotás
 

Ciudad Perdida

Für mehr als tausend Jahre versteckt im Dschungel der Sierra Nevada in Kolumbien ist die Ciudad Perdida neben Machu Picchu eine der größten wiederentdeckten präkolumbischen Städte Südamerikas. „Ciudad Perdida“ – die „Verlorene Stadt“ – war Mittelpunkt der „Tairona“-Kultur und wurde 1599 von den Konquistadoren fast vollständig zerstört. In der Ruinenstadt sind hunderte von Terrassen zu sehen, die seit einiger Zeit wieder rekonstruiert werden. Sie wurde 1972 entdeckt, als eine Gruppe lokaler Schatzplünderer eine Reihe von steinernen Stufen fanden, die sie zu der verlassenen Stadt geführt haben. Die Stätte ist nur mit einer 44km langen Wanderung durch unwirtliches Gelände zu erreichen. Von den steilen Berghängen hinunter befindet sich die türkisblaue Karibik und der Tayrona Nationalpark. Der Tayrona Nationalpark wurde nach den Tairona Indianern, die dort bis zum 16. Jahrhundert gelebt haben, benannt. Die Traumstrände des Nationalparks sind perfekt für die Erholung nach einer langen Wanderung. Mit etwas Glück kann man Brüllaffen, Leguane, Fledermäuse, Schlangen, Pfeilgiftfrösche und viele verschiedene Vogelarten erspähen.

Weg zur Ciudad Perdida

Weg zur Ciudad Perdida
 

Cartagena

Nach der Gründung 1533 wurde Cartagena bald zur wichtigsten Stadt des Landes, da hier die Silber- und Goldschätze auf die Schiffe der Kolonialherren verladen wurden. Man baute einen mächtigen Festungsring, um die Stadt vor Angriffen zu schützen. Nicht nur die eindrucksvolle Festung San Felipe, welche auf einem Hügel vor der Altstadt errichtet wurde, um die Stadt vor Piraten zu schützen, sondern auch viele Gebäude aus der ehemaligen Kolonialzeit sind noch erhalten, wie die Kathedrale, die Kirche Santo Domingo und das Jesuitenkonvent. Cartagena gehört zu den wohl schönsten Kolonialstädten Lateinamerikas. Die Altstadt beeindruckt außerdem durch ihren karibischen Flair, ihre Lebensfreude und ihre bunten Häuser. Die Stadt wurde 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Kolonialstadt Cartagena

Kolonialstadt Cartagena
 

San Agustín

San Agustin war einst Siedlungspunkt einer alten Indianer-Kultur aus dem 1. bis 8. Jahrhundert. Man konnte nachweisen, dass die Bevölkerung bereits Handel mit anderen Völkern jenseits des Amazonas und am Pazifik betrieb. Von der Kultur der Menschen in San Agustin zeugen noch alte Steinstatuen und Gräber mit Goldbeigaben. Die Stadt hat einen archäologischen Park, der sich der »verlorenen Kultur« von San Agustín widmet. Hier stehen zum Teil bis zu 3000 Jahre alte Steinfiguren und Monolithen. Die Stadt ist praktisch umgeben von archäologischen Stätten und man kann wahlweise einen Ausritt zu den Stätten von La Chaquira und El Tablón unternehmen oder aber einen Ausflug mitten hinein in die Anden nach Tierradentro. Es sind sehr interessante Ausgrabungsstätten einer rätselhaften Kultur, die ca. 600 - 800 Jahre v. Chr. existierte. Eingebettet in ein landschaftlich spektakuläres Panorama, bestehend aus dem Purace-Vulkan im Süden, dem Nevado del Huila im Norden, dem Río Paez im Osten und dem Páramo im Westen, wurden dort einzigartige Grabkammern in den Fels geschlagen.

Figuren im Nationalpark San Agustín

Figuren im Nationalpark San Agustín
 

Tayrona Nationalpark

Im idyllischen Nationalpark von Tayrona bieten sich viele feinsandige weiße Strände, abgelegene Meeresbuchten und leuchtende Lagunen zum Schwimmen und Entspannen an.

Nationalpark Tayrona Kolumbien

Nationalpark Tayrona Kolumbien
© Lena Bareiß

Baranquilla

Baranquilla ist eine äußerst fröhliche und lebenslustige Stadt. Sie ist bekannt für ihre ausgezeichnete arabische Gastronomie und abends wehen Salsa-Klänge durch die Gassen. Ein besonderes Highlight stellt der Karneval jedes Jahr im Februar dar, der sogar von der UNESCO zu lebendem Erbe der Menschheit deklariert wurde.

Sonnenuntergang über dem Meer Kolumbien

Sonnenuntergang über dem Meer Kolumbien
 

San Andrés y Providencia

Rund 700 Kilometer vor der Küste liegt das Insel-Archipel San Andrés y Providencia. Es erhebt sich im türkisfarbenen Wasser der Karibik und die perlweißen Strände der Inseln glänzen im Sonnenschein. Das kristallklare Wasser bietet eine unglaublich gute Sicht auf die schillernden Korallenriffe und die in allen Regenbogenfarben leuchtende Unterwasserwelt. Die Inseln sind nicht nur bestens zum Schwimmen, Entspannen und Schnorcheln geeignet. Es gibt auch zahlreiche Wassersportangebote wie Kitesurfen, Wasserski oder Windsurfen.


 

Villa de Leyva

Die Anden durchziehen das Staatsgebiet Kolumbiens direkt hinter den Küstenregionen von Süden nach Norden. Sie teilen sich in drei Gebirgsketten auf. Dadurch besteht das Landschaftsbild aus fruchtbaren Tälern, sanften Hügeln mit saftigen, bunt blühenden Wiesen, leuchtend blauen Bergseen, dunkelgrünen Wäldern und den weißen, schneebedeckten Gipfeln der bis über 5300 Meter hohen Berge. Inmitten dieser traumhaften Landschaft verstecken sich wunderhübsche und überaus gut erhaltene Kolonialdörfer. Eines davon ist der Ort Villa de Leyva, der durch seine Häuser sowie zahlreichen Kirchen und Klöster aus weißem Kalkstein besticht. In der Nähe der Stadt wurden Überreste von Seesauriern gefunden, die man sich unbedingt anschauen sollte.


 

Orinoko

Das Orinokogebiet erstreckt sich im Osten Kolumbiens bis hin zum tropischen Regenwald an der venezolanischen Grenze auf 230.000km², was 20% des gesamten Staatsgebietes ausmacht. Die kolumbianischen Zuflüsse des Orinoko entspringen in den Anden und der wichtigste, stärkste und längste unter ihnen ist der Río Guaviare. Die Region besteht hauptsächlich aus Ebenen, Grassteppen und tropischen Savannen, die der Lebensraum von Wasserschweinen und Hirschen sind. Eine immense Vielfalt an Pflanzen wächst hier. Außerdem sieht man zahlreiche Galeriewälder, in denen viele exotische Tiere beheimatet sind. Sie sind durchzogen von reißenden Flüssen, kleineren Wasserfällen und tiefen Schluchten. Auch das Gebirge La Macarena, im Südwesten des Gebiets, ist bekannt wegen seiner reichhaltigen Flora und Fauna, denn hier vereinen sich Anden-, Amazonas- und Orinokoregion. Die Haupteinkommensquelle der hier lebenden Menschen sind Viehzucht und Landwirtschaft. Daher bestehen weite Landstriche aus Weideflächen oder Feldern und in der regionalen Küche dominieren Fleischgerichte.

Fluss im Regenwald Kolumbien

Fluss im Regenwald Kolumbien
 

Amazonas

Ganz im Süden Kolumbiens liegt das Amazonasgebiet. Es bedeckt ein Drittel des Landes und ist dessen am dünnsten besiedelte Region. Sie besteht aus dichtem, teilweise unzugänglichem Urwald. Teile des Waldes sind ganzjährig überschwemmt, andere nur zu gewissen Jahreszeiten. Das bietet Gelegenheit für Bootstouren auf einem der zahlreichen Flussarme des Amazonas, um so die faszinierende Tier- und Pflanzenvielfalt des Dschungels zu erkunden. Dabei kann man auf rosafarbene Flussdelfine, Ameisenbären, Schlangen und Krokodile, Seekühe oder Tapire treffen. In den verzweigten Baumkronen der Urwaldriesen finden Aras, Tukane, sowie tausende andere Vogelarten, Faultiere und Affen ein Zuhause und die Luft schwirrt vor schillernden Insekten und leuchtend-bunten Schmetterlingen. Die Flüsse beheimaten unzählige Fischarten, unter ihnen der Piranha. Viele Indianerstämme sind in dem Urwald beheimatet und bei einem Besuch in ihren Dörfern kann man eindrucksvoll sehen, wie diese Völker in, von und vor allem mit der Natur leben.