Länderinformationen

Name

Der Name Kuba stammt vom indianischen Wort „Cubagua“ abgeleitet, was „Goldgrube“ bedeutet. Von den spanischen Eroberern erhielt die Inselgruppe auch die Namen „Juana“ bzw. „Fernandina“.

Lage - Allgemein

Kuba Länderinfo


Die Republik Kuba besteht aus der Hauptinsel und zahlreichen kleineren Inseln und Riffen. Ihre Gesamtfläche beträgt 110.860 qkm und damit ist sie die größte der karibischen Inseln. Zu Kuba gehören neben der Hauptinsel noch die Isla de la Juventud (früher Isla de Pinos („Kieferninsel“, 3.061 qkm).  Die größte Insel der Großen Antillen erstreckt sich über eine Länge von 1.200 km und besitzt eine durchschnittliche Breite von 110 km. Sie trennt den Golf von Mexiko vom Karibischen Meer. Die 150 km breite „Florida-Straße“ trennt Kuba vom Nordamerikanischen Festland, die 200 km breite „Yucatan-Straße“ vom mittelamerikanischen Festland. Nachbarinseln sind die Bahamas im Nordosten, Haiti im Osten und Jamaika im Süden.

Die Guantanamo-Bucht (112 qkm) wird seit 1903 von den USA als Marine-Stützpunkt gepachtet.

Zeitzone

Im Vergleich zu unserer mitteleuropäischen Zeit liegt Kuba 6 Stunden zurück.

Geographie

Die Landschaft besteht meist aus Ebenen oder Hügeln und nur vier niedrigen Gebirgsketten: der Sierra Guaniguanico im Nordwesten, der Sierra del Escambray in der Mitte von Kuba, der steil zum Meer hin abfallenden Sierre Maestra im Südosten mit deren höchster Erhebung, dem 1.974 m hohen Pico de Turquino, und das benachbarte Baracoagebirge. Die bizzarsten Gesteinsformen findet man in der Sierra de los Organos („Orgelpfeifengebirge“) im Nordwesten der Insel.

Die meist flache Küste ist von vielen Inselchen und Korallenriffen gesäumt und durch mehrere breite Golfe gegliedert. Die Korallenriffe vor der Nord- und Südküste werden zu den größten der Erde gezählt und sind von einer großen Artenvielfalt bevölkert.

Der einzig größere Fluss Kubas ist der Rio Cauto, der in den Golf mündet.

Die Hauptstadt ist Havanna (Ciudad de La Habana).

Geschichte

Kuba war zuerst von den Aruak-Indianern besielt. Der erste Europäer, der die Insel betrat war Christoph Kolumbus. Mit ihm kamen die spanischen Eroberer, die durch die europäischen Krankheiten und Zwangsarbeit diesen Indianer-Stamm fast auslöschten. 1548 wurde von den Europäern der Anbau von Zuckerrohr eingeführt. Im 18. und 19 Jahrhundert schleppte man Hunderttausende von Negern auf die Insel, um den Mangel an Arbeitskräfte auszugleichen. 1762 wurde Kuba von den Briten erobert. 1763 tauschten die Engländer die Insel Kuba gegen die Halbinsel Florida. 1868 erfolgte die Unabhängigkeitserklärung. 1898 mussten die Spanier Kuba an die USA abtreten. 1902 erfolgte der Rückzug der amerikanischen Truppen aus Kuba, es folgten jedoch wiederholt militärische Interventionen der USA. 1959 übernahm Fidel Castro die Macht in Kuba und beendete damit die Herrschaft von El Batista, der ins Ausland flüchtete. Fidel Castros Bemühungen, sich politisch der Sowjetunion zu nähern, gipfelte 1962 in der „Kuba-Krise“. Auch heute noch ist das Verhältnis zwischen Kuba und der USA sehr gespannt.

Flora und Fauna

Die Tierwelt Kubas wird vor allem von Vögeln und Reptilien geprägt, während die Säugetierarten nur durch Rehe und Wildschweine vertreten sind. Auf Kuba findet man auch den Schimmerkolibri, den kleinsten Vogel der Welt.

Von den ehemals ausgedehnten Wäldern, die die Insel bedeckten, sind etwa nur noch 10 % erhalten. In Gebieten mit starken Regenfällen findet man noch kleine Reste tropischer Regenwälder. Die Küstengegenden werden von Mangroven- und Sumpfwäldern gesäumt. Eine Besonderheit sind die Kiefernwälder und Kiefernsavannen, der die Insel "Isla de Pinos" ihren Namen verdankt. Einzigartig ist die Korkpalme, die nur auf Kuba wächst. Insgesamt findet man rund 8.000 Pflanzenarten, davon sind allein 700 Orchideen.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft ist nach wie vor der größte Arbeitgeber auf Kuba. Angebaut werden vor allem Zucker und Tabak, Reis und Bohnen. Von Bedeutung ist auch der Abbau von Nickelerz. Die größte Einnahmequelle des Landes ist aber der Tourismus, der jedes Jahr zunimmt. Zwischen der USA und Kuba herrscht ein Handelsembargo. Die Zerstörung des Stromversorgungsnetzes durch die letzten Wirbelstürme und die generellen Energieengpässe haben auch große Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Mitgliedschaften

Die Republik Kuba ist Mitglied bei den Vereinten Nationen (UN), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten), der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), und in zahlreichen regionalen Institutionen.

Bevölkerung

Kuba hat 11,2 Millionen Einwohner, von denen der größte Teil Weiße sind. Nur 10 - 15 % sind Mestizen oder Mulatten (Mischlinge zwischen Weißen und Indianern bzw. Schwarzen). Die ursprüngliche indianische Bevölkerung wurde praktisch ausgelöscht.

Religion

Auf Kuba gibt es Anhänger der röm.-kath. Kirche und der protestantischen Kirche. Jedoch die Mehrheit der Bevölkerung ist offiziell ohne Bekenntnis.

Sprache

Die Landessprache ist Spanisch.

Essen und Trinken

Das kubanische Frühstück besteht aus Toast, der in eine Mischung aus starkem Kaffee und Milch getunkt wird.

Das Mittag- und Abendessen dagegen besteht meist aus Reis, schwarzen Bohnen und weiteren Gemüsesorten, FleischWurzelgemüse und Salat. Vor allem die schwarzen Bohnen, sowie , Tomaten-Soße und Sofrito geben dem kubanischem Essen den unverwechselbaren Geschmack. Sofrito ist eine Mischung aus Zwiebeln, Paprika, Oregano, Knoblauch und Pfeffer und findet in vielen kubanischen Gerichten seine Verwendung.

Das Lieblingsgetränk der Kubaner ist nicht wie vermutlich angenommen Rum, sonder Bier.

Medizinische Hinweise

Aktuelle Hinweise zu Impfungen erfahren Sie bei Ihrem Hausarzt oder unter der Website des Centrums für Reisemedizin (CRM).  

Strom

Durch die zahlreichen schweren Wirbelstürme der letzten Jahre leidet Kuba immer noch unter einer mangelnden Versorgung mit Strom. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Strom aus Energiespargründen auch während der Saisonzeit abgeschaltet werden kann.

Sicherheit / Drogen

Jeder Kontakt mit Drogen ist verboten und kann als Drogenschmuggel mit Haftstrafen von 3 bis 40 Jahren belegt werden.

Aktuelle Reisehinweise finden Sie auch unter https://www.auswaertiges-amt.de/ 

Adressen

Adressen im Inland

Botschaft der Republik Kuba
Postadresse: Stavangerstraße 20
10439 Berlin
Telefon 030-44 71 73 19
Fax 030-9 16 45 53
E-Mail consulberlin@t-online.de
https://www.botschaft-kuba.de/

Adressen im Ausland

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Calle 13, No. 652, Esquina á B, Vedado, La Habana.
Telefon (0053 7) 833 24 60, 833 25 39, 833 25 69
Fax  (0053 7) 833 15 86

Postadresse
Embajada de la República Federal de Alemania,
Apartado 6610,
La Habana, Kuba.

Abteilungen Visastelle
F: (0053 7) 833 31 88

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