Städte und Orte in Kuba

Valle de Viñales

Im Westen Kubas befindet sich das berühmte Tabakanbaugebiet Kubas - Viñales. Berühmt ist die Gegend rund um das gleichnamige Städtchen für seine "mogotes", schroffe, steil aufragende Kalkfelsen, die der Landschaft das typische Aussehen geben. Seit der Öffnung Kubas für den Tourismus hat sich Viñales zum meistbesuchten Ort der Provinz entwickelt. Viñales ist ein Nationalmonument und wurde von der UNESCO zusammen mit dem Tal Valle de Viñales und dessen landwirtschaftlicher Anbautradition zum Weltkulturerbe erklärt. Auf einem Spaziergang im Viñalestal durch Tabakplantagen kann man die wunderschöne Aussicht und den Anblick der harmonisch aus der Landschaft der Tabakfelder herausragenden Kalksteinformationen der Mogotes genießen. In der Nähe von Viñales befindet sich der Ort Pinar del Río, wo sich alles um den Tabak dreht. Es ist interessant, eine Tabakplantage zu besuchen und von einem Farmer in die Geheimnisse des Tabakanbaus eingeweiht zu werden.

Provinz Pinar del Río

Provinz Pinar del Río
© Cubanisches Fremdenverkehrsamt

Bayamo

Die zweitälteste Stadt Kubas ist Hauptstadt der Ostprovinz Granma und gilt als Wiege des Nationalismus und Ausgangspunkt politischer Revolten. Fast alle wichtigen Gebäude der Stadt sind rund um die Plaza de la Revolución zu finden. So zum Beispiel das Hotel Royalton, das Kulturhaus, die Volksversammlung "Poder Popular" und das historische Café Pedrito. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Plaza del Himno, welche nach der kubanischen Nationalhymne benannt wurde, sowie der Parque Maceo Osorio und die Casa Natal de Carlos Manuel de Céspedes. Südlich der Stadt, steil abfallend zum Karibischen Meer, befindet sich der Gebirgszug Sierra Maestra. Die Sierra Maestra ist das einstige Rückzugsgebiet der Guerrilla um Che Guevara. Die tropisch-grüne Berglandschaft des Turquino-Nationalparks ist hervorragendes Wandergebiet, das Wasserfälle und Aussichtspunkte zum ehemaligen Rebellenhauptquartier, der "Comandancia de la Plata", zu bieten hat. Verborgen unter dem dichten Blätterdach des Regenwaldes wurde hier einst die kubanische Revolution geplant.

 Tabakbauer

Tabakbauer
© Cubanisches Fremdenverkehrsamt

Trinidad

Trinidad wurde 1514 von Diego Velázquez de Cuellar gegründet. Lange Zeit war die Stadt aufgrund ihrer Vormachtstellung im Zucker- und Tabakhandel eine der reichsten Städte Kubas. Die gemütliche Kolonialstadt Trinidad ist neben der Altstadt Havanna das größte zusammenhängende Ensemble kolonialer Bauwerke auf Cuba und wurde 1988 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Trinidad ist eine beschauliche Stadt, die es wert ist, sich dort längere Zeit aufzuhalten. Im historischen Zentrum kann man die gut erhaltenen Kopfsteinpflasterstraßen, in denen Pferde ein ebenso alltäglicher Anblick wie Autos sind, und ebenso die liebevoll renovierten Kolonialbauten mit ihren typischen roten Lehmziegeln bestaunen. Dazu gibt es kubanische Live Musik. Trotz seiner Beliebtheit besitzt Trinidad immer noch den leicht verschlafenen Charme eines karibischen Fischerorts. Von Trinidad aus ist ein Ausritt hinaus in die Prärie zu der idyllisch gelegenen Finca Guachinango beliebt. Ebenso sollte man einen Ausflug zum nahegelegenen herrlichen Sandstrand Playa Ancón unternehmen.

Blick auf Trinidad

Blick auf Trinidad
© Cubanisches Fremdenverkehrsamt

Havanna

Die Hauptstadt Havanna wurde 1519 von den Spaniern gegründet und wurde ein wichtiger Handels- und Flottenstützpunkt. Aus der Kolonialzeit sind Renaissance- und Barockhäuser, Paläste, Klöster und Kirchen erhalten. Die größte Kirche ist die Kathedrale San Cristobál. Das Castillo de la Fuerza wurde 1544 von den Spaniern errichtet und ist eine der ältesten Festungen Amerikas. Weitere Festungen entstanden im 16. und 18. Jahrhundert, um die Hafeneinfahrt zu sichern. Neben der prächtigen Kolonialarchitektur in La Habana Vieja, der wunderschönen Altstadt Havannas, ist es die ansteckende Vitalität des quirligen Straßenlebens, die Besucher hier immer wieder besonders fasziniert. Domino-Spieler sitzen am Straßenrand, aus offenen Ladenlokalen dröhnen die neusten Salsa-Schlager, Hausfrauen führen lautstarke Unterhaltungen von einem Balkon zum anderen und Straßenverkäufer bieten ihre Waren feil. Ab 1920 entstanden in Havanna viele Villen von reichen Amerikanern, die auf der Insel dem Alkoholverbot der Prohibition entflohen. Die Kubaner eröffneten viele Bars, Kneipen und Restaurants, von denen heute noch einige existieren, wie zum Beispiel Hemingways legendärer Bar "Bodeguita del Medio". Die Weltmetropole Havanna wurde auf merkwürdige Weise in der Zeit "eingefroren" und genau das reizt die begeisterten Besucher.

Oldtimer vor Kapitol in Havanna

Oldtimer vor Kapitol in Havanna
© Cubanisches Fremdenverkehrsamt

Cienfuegos

Cienfuegos liegt in einer imposanten Bucht in Zentral-Kuba und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die Stadt Cienfuegos, die früher als verrufenes Seeräubernest galt, ist heute eine wichtige Industrie- und Hafenstadt. Durch ihre herrschaftlichen Bauten aus dem 17. Jahrhundert geprägt und aufgrund ihrer Attraktivität wird sie die „Perle des Südens“ genannt. Die Bucht wurde zum ersten Mal 1494 von Christoph Kolumbus beschrieben. Ein Teil der naturbelassenen Bucht ist als Delfinbecken abgetrennt und dort bietet sich eine tolle Delfinshow an. Das Delfinarium liegt unmittelbar am Strand von Playa Rancho Luna. Täglich gibt es mehrere Shows und es besteht die Möglichkeit, mit den Delfinen zu schwimmen. Durchaus sehenswert sind auch die El Nicho Wasserfälle, die man bei einem Ausflug in die Regenwaldlandschaft besuchen kann, dazu kann man auch ein kleines Bad in einem der kühlen und erfrischenden Naturbecken genießen. Auch ein Ausflug in die smaragdgrüne Bergwelt der Sierra del Escambray mit einer Wanderung durch den tropisch-grünen Nationalpark Topes de Collantes ist nicht zu verachten.

Die Altstadt von Cienfuegos

Die Altstadt von Cienfuegos
© Cubanisches Fremdenverkehrsamt

Baracoa

Die kleine Stadt Baracoa liegt zwischen der fruchtbaren atlantischen Nordküste und dem Sierra Maestra Gebirge. Die breite Gebirgskette ist der Grund für die Abgeschiedenheit der Stadt; vor der Revolution war Baracoa nur über den Seeweg erreichbar. Die Stadt ist für viele Besucher der schönste Ort des Landes, der mit seiner speziellen Ursprünglichkeit und dem karibischen Flair besticht. In jüngster Zeit hat sich auch der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt. Aber da die abgeschiedene Lage der Stadt Massentourismus verhindert, ist Baracoa der perfekte Ort zum Entspannen und um die exotische Atmosphäre der malerischen Straßenzüge mit ihren schmucken, pastellfarbenen Häuschen zu genießen. Sie ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in den Humboldt Nationalpark, einen der bekanntesten Nationalparks Kubas. Der mit Unterstützung der Frankfurter Tropenwald-Stiftung "Oro Verde" aufgebaute Nationalpark ist Heimat vieler endemischer Tier- und Pflanzenarten und gilt als Kubas neues Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Tourismus. Aufgrund seiner landschaftlichen Diversität und der Vielzahl an endemischen Arten bei Flora und Fauna ist der Nationalpark eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete der Welt. Dazu kann man aus der Stadt eine Bootsfahrt mit einer "Cayuca" auf dem Fluss Toa unternehmen und die Finca Duaba mit kleinen Bananen-, Kakao- und Kaffeeplantagen besuchen.

Strand mit Palmen auf Kuba

Strand mit Palmen auf Kuba
© Cubanisches Fremdenverkehrsamt