Städte und Orte in Mexiko

Yucatán

Yucatán ist eine Halbinsel Mittelamerikas, die den Golf von Mexiko vom Karibischen Meer trennt und die vom 4. bis 10. Jahrhundert das Zentrum der indigenen Maya-Kultur, die unzählige archäologische Stätten hinterlassen hat, war. Die bekanntesten sind Chichén Itzá, Uxmal, Tulúm und Edzná. Chichén Itzá war das politische und religiöse Zentrum des Neuen Maya-Reiches. Es liegt am „Heiligen Cenote“, einer Karstquelle, in der in Trockenzeiten Menschen geopfert wurden. Uxmal ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Maya-Stätten überhaupt. Der Name Uxmal bedeutet in der yukatekischen Mayasprache „dreimal“, weil die meisten Gebäude in Uxmal während der Besiedlung der Stadt immer wieder umgebaut und erweitert wurden. Das mächtigste einzelne Gebäude ist die auf einer hohen Plattform gelegene Adivino-Pyramide, der sogenannte Gouverneurspalast. Edzná liegt im Westen der Halbinsel Yucatán und zeichnet sich insbesondere durch seine Gebäude im Chenes-Stil aus, von denen das bedeutendste Bauwerk die fünfstufige Hauptpyramide darstellt. Auf einer Fläche von etwa 25 km² befinden sich zahlreiche Tempel, Verwaltungsgebäude und Paläste. Tulúm ist das ehemalige Wirtschaftszentrum der alten Maya und eine der größten Städte der Halbinsel Yucatan. Heute ist Tulúm die einzige Maya-Stätte, die direkt am Meer liegt. Obwohl sie für die Archäologie eher eine untergeordnete Bedeutung spielt, ist sie für den Besucher besonders idyllisch. Zu den großen Sehenswürdigkeiten zählt neben vielen archäologischen Stätten vor allem die Playa del Carmen, ein sehr populärer Badeort und Touristenzentrum. Die Hauptstadt Yucatáns ist Mérida. In der sympathischen Stadt hat sich mit den Jahren ein reiches kulturelles Leben entwickelt. Vor allem am Wochenende ist die koloniale Innenstadt besonders erfüllt von buntem Treiben, kleinen Märkten, Straßenkünstlern und Live-Musik. Dazu kann man auf Yucatán durch den Urwald wandern und die reiche Flora und Fauna mit einer konstanten Begleitung von Brüllaffen und Tukanen erleben.

Cenote de Cuzma

Cenote de Cuzma
© Mexico Tourism Board: Photo/Ricardo Espinosa-reo

Der Kupfer Canyon

Der Kupfer Canyon (spanisch Barranca del Cobre) ist eine im Bundesstaat Chihuahua gelegene Gebirgsformation der Sierra Madre Occidental, die durch einen ehemals starken Flusslauf entstand und teils auf einem von Tarahumara-Indianern besiedelten Gebiet liegt. Der Höhepunkt der Region ist eine Bahn-Durchquerung durch die Barranca del Cobre von der Pazifik-Küste nach Chihuahua (653 km). Die einzigartige Bahnverbindung heißt offiziell Q-Linie und gilt als eines der kaum zu übertreffenden Reiseerlebnisse. Die Bahn überwindet auf ihrem Weg von Los Mochis nach Chihuahua einen Höhenunterschied von 2.134 m, sie wurde erst 1961 fertig gestellt, nach einer Bauzeit von zwanzig Jahren. Es handelt sich um eine der schönsten Eisenbahnstrecken der Welt, einem Wunderwerk an Planung und Ingenieurskunst durch ein bis zu 3.000 m hohes Gebirge. Die Fahrt beginnt an der Pazifikküste in Los Mochis. In Los Mochis kann man das Meer genießen und eine Bootsfahrt durch die malerisch gelegene Bucht von Topolobampo unternehmen. Nach Los Mochis fängt der abenteuerlichste Teil der Strecke an. Hinter der längsten Brücke, die den Rio Fuerte überquert, beginnt der steile Anstieg in die Canyonlandschaft. Unterwegs genießt man atemberaubende Ausblicke in den Kupfer-Canyon. Die Fahrt endet in Chihuahua, der ehemaligen Hauptstadt und Hochburg der Aufständischen.

Typische Cowboys mit ihren Kindern im Norden Mexikos

Typische Cowboys mit ihren Kindern im Norden Mexikos
 

Baja California

Niederkalifornien ist eine schmale und langgezogene Halbinsel im Westen Mexikos von 1.200 Kilometer Länge und 80 bis 220 Kilometer Breite. Auf ihr liegen die mexikanischen Bundesstaaten Baja California und Baja California Sur. Die Sehenswürdigkeiten sind vor allem landschaftlicher Natur. Ausflüge in die Inselwelt und die Sierras und weltbekannte Wal-Beobachtungen machen diese Region zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Sierra de San Pedro Mártir ist eine Gebirgskette, die von Nord nach Süd verläuft und hervorragende Wanderwege und Panoramen über die unbewohnte Berglandschaft anbietet. Der höchste Punkt der Gebirgskette ist der Picacho del Diablo (Teufelsspitze) mit einer Höhe von 3096 m. Nahe dem Picacho Diablo befinden sich Observatorien, die eine "teuflisch" gute Aussicht, die vom Golf von Kalifornien im Osten bis zum Pazifik im Westen über die gesamte Halbinsel reicht, bieten. Auf der Pazifikseite empfiehlt sich eine Bootstour zur Magdalena-Bucht und zur Kanalenge von Lopez Mateos. Dieser Bootsausflug ist für viele Reisende die erste Begegnung mit mächtigen Walen. Die mitunter bis zu 18 m langen Grauwale mit ihren Neugeborenen sind friedlich und neugierig - oft schwimmen sie unmittelbar an die Boote heran. Die Umgebung von San Ignacio bietet die höchsten Säulenkakteen der Südbaja und herrliche Strände an der Bahía Concepción, Steilklippen und türkisfarbenes Meer. Die Stadt La Paz, auf der Südostseite der kalifornischen Halbinsel, ist der Ausgangshafen für die mehrtägige Bootstours in die Inselwelt des Golfs von Kalifornien. Die Tour bietet die einmalige Möglichkeit, die Fauna und Flora im Golf von Kalifornien und an den steilen Ostabbrüchen der Sierra Giganta intensiv zu erleben. Neben Inselwanderungen bietet sich immer wieder die Möglichkeit zum Baden an schneeweißen Sandstränden oder zum Schnorcheln in einer subtropischen Unterwasserwelt mit Korallenriffen und farbenfrohen Fischen. Im äußersten Süden der Baja California liegt der Ort Cabo San Lucas mit seinen beliebten Strandgegenden, von dem aus man das markante "Land’s End" mit seinen schönen Felsformationen besuchen kann. Über den Südteil der Halbinsel kommt man zur Sierra de La Laguna am stürmischen Pazifik.

Cabo San Lucas

Cabo San Lucas
© Mexico Tourism Board: Photo/Ricardo Espinosa-reo

Mexiko-Stadt

Die Hauptstadt Mexikos liegt in einem Hochtal und wurde über Ruinenresten der Aztekenmetropole Tenochtitlan errichtet. Als eine der größten Städte der Welt ist sie politischer, sozialer und kultureller Mittelpunkt des Landes mit zahlreichen Universitäten, Museen und Baudenkmälern. Die Stadt hat sehr viel zu bieten, z.B. im Zentrum den Präsidentenpalast, den Zócalo, die Kathedrale und den Templo Mayor. Neben erhaltenen Bauten aus der Kolonialzeit findet man moderne Architektur. In Mexiko-Stadt befindet sich auch das wichtigste historische Museum des Landes, das Museo Nacional de Antropologia. Dazu ist auch die Casa Azul - das Frida Kahlo-Museum - im Künstler-Stadtteil Coyoacán sehr bedeutungsvoll. Gemeinsam mit dem historischen Zentrum der Stadt ist der Stadtteil Xochimilco Weltkulturerbe der UNESCO. In Xochimilco befanden sich ehemals die schwimmenden Gärten der Aztekenstadt Tenochtitlán. Heute kann man hier eine Bootsfahrt in einer berühmten "Trajinera" durch das Kanallabyrinth unternehmen. Etwa 45 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt liegt Teotihuacán, die berühmte Stadt der Götter. Teotihuacán ist eine der bisher größten ausgegrabenen altindianischen Städte Mittelamerikas, die vor allem für ihre riesige Sonnenpyramide und die Mondpyramide bekannt ist. xxx

Palast der schönen Künste

Palast der schönen Künste
© Mexico Tourism Board: Photo/Ricardo Espinosa-reo

Oaxaca

Die Stadt wurde 1521 von den Spaniern gegründet und mit ihren 265.000 Einwohnern ist sie heute eine der schönsten Städte Mexikos. Oaxaca de Juárez liegt im Valle Central, einem Haupttal der Sierra Madre del Sur. In der Stadt kann man herausragende Beispiele spanischer Kolonialarchitektur bestaunen und archäologische Schätze, die die Stadt und die Ausgrabungsstätte Monte Alban aufweisen, entdecken. Aber da mehrere Erdbeben die Stadt in den vergangenen Jahrhunderten heimgesucht haben und dadurch auch viele ältere Gebäude zerstört wurden, macht das Zentrum einen relativ neuen Eindruck. Dennoch gibt es in der Stadt genug zu tun: Museen, Galerien, Kirchen, Parks und Märkte - der Tourismus ist mittlerweile der bestimmende und auch der dynamischste Sektor der Wirtschaft. In direkter Umgebung von Oaxaca befindet sich die uralte Zapoteken-Hauptstadt Monte Albán, die 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft wurde. Der Berg, auf dem die Anlage in 400 m Höhe über der Stadt liegt, wurde eigens abgetragen, um das insgesamt 40 Quadratkilometer große Areal für die heilige Stadt zu schaffen. Das etwa 500 v.Chr. gegründete Monte Alban war eine der ersten Städte auf dem amerikanischen Kontinent überhaupt. 900 n. Chr. wurde die Stadt von ihren Bewohnern einfach verlassen und bis heute gibt es keine plausible Erklärung dafür. Noch heute zählen die Zapoteken, die einstigen Bewohner Monte Albans, zu einer der größten Bevölkerungsgruppen Oaxacas und so leben auch ihre Traditionen, Sprache und Kultur in den umliegenden Dörfern der Zentraltäler Oaxacas weiter.

Die gigantische Ausgrabungsstätte Monte Alban über der Stadt Oaxaca

Die gigantische Ausgrabungsstätte Monte Alban über der Stadt Oaxaca
 

Zacatecas

Zacatecas ist eine Stadt im Norden Mexicos, die durch ihre alten kolonialen Bauten zu bezaubern weiß. Die Kathedrale im üppigen barocken Stil ist ein echter Besuchermagnet. Eine weitere Besonderheit sind die Fassaden der Stadt: viele sind in rosa Naturstein gehalten. Ein beliebter Aussichtspunkt ist der "Cerro de la Bufa", den man mit einer Seilbahn erreichen kann. Während viele mexikanische Touristen die Stadt bereits für sich entdeckt haben, ist sie für Ausländer noch ein echter Geheimtipp.

Lichtstrahl auf Zacatecas

Lichtstrahl auf Zacatecas
© wikimedia gemeinfrei

Cueva del Diablo

Die "Höhle des Teufels" befindet sich bei Mazatlan, im Zentrum Mexikos. Hier soll angeblich der Teufel wohnen, und immer wieder Menschen in die Höhle verschleppen, die danach nie wieder auftauchen.

Totenkult und Mythen - wichtiger Bestandteil mexikanischer Kultur

Totenkult und Mythen - wichtiger Bestandteil mexikanischer Kultur
© Mexico Tourism Board: Photo/Ricardo Espinosa-reo