Städte und Orte in Panama

Azuero Halbinsel

Die trockene Azuero Halbinsel erstreckt sich in den Pazifischen Ozean und bildet im Osten den Golf von Panamá. Bekannt ist Azuero für traditionelle Festivals und Brauchtum. Azuero ist ein magischer Ort: Beinahe isoliert vom modernen Panama, eingefroren in einer idyllischen Vergangenheit, bietet die Halbinsel viel Charme und Naturschönheiten. Die Region ist geprägt von Folkloretraditionen: eindrückliche Trachten wie die Pollera oder Kunsthandwerk wie präkolumbinische Keramiken. Ebenfalls ist dies der Ursprungsort wichtiger Musik- und Literaturtraditionen Panamas. Sogar das Nationalgetränk, ein Zuckerrohrschnaps namens "Seco", wird hier produziert. Die Strände der Azuero Halbinsel sind lang und menschenleer, der Ozean voller großer Fische und an gewissen Stellen gibt es unglaubliche Korallenriffe. Auf der Halbinsel gibt es genug zu tun: die Gegend im Kajak oder hoch zu Pferd erkunden, den Sarigua Nationalpark, traditionelle Maskenfabriken in Las Tablas oder die Rumdestillerie in Pesé besuchen. Isla Cañas im Süden der Halbinsel ist der wichtigste Nistplatz für Meeresschildkröten an Panamas Pazifikküste.


 

Panama-Kanal

Der Panama-Kanal, der den Atlantik mit dem Pazifik für die Schifffahrt verbindet, war schon lange ein Wunschtraum aller Seefahrer, da sie so die fast 15.000 km lange gefährliche Seereise um Kap Hoorn an der Südspitze Südamerikas vermeiden können. Während eines Aufenthalts in Panama City gibt es mehrere Möglicheiten, den Panamakanal zu erleben: Man kann ihn von der Bridge of the Americas sehen, man kann zu den Miraflores-Schleusen fahren und im dortigen Besucherzentrum mehr über Funktionsweise, Geschichte und Ausmaße des Panamakanals erfahren. Oder man unternimmt eine vierstündige Bootsfahrt durch den Kanal selbst. Da bis zu 14.000 Schiffe pro Jahr den Kanal passieren und die Dimensionen der Schiffe immer größter werden, beschloss Panama in einer Volksabstimmung 2006 den Ausbau des Kanals. Im Jahr 2014 feiert der Panamakanal sein hundertjähriges Jubiläum.

Containerschiff, Panamakanal

Containerschiff, Panamakanal
© Mit freundlicher Genehmigung von Mario Wynands

Panama City

Die Stadt Panama ist die größte Ansiedlung des Landes und liegt an der pazifischen Küste am Isthmus von Panama. Die Stadt erlebte durch den Bau des Panama Kanals einen starken wirtschaftlichen Aufschwung, der sich durch ein modernes Geschäftsviertel bemerkbar macht und mit dem Ausbau des Kanals zunehmend stärker wird. Die Stadt vereint viele verschiedene Kulturen und Traditionen. Das alte Viertel ist noch im Casco Viejo mit Bauten aus der Kolonialzeit erhalten. Außerdem befindet sich in der Stadt der Präsidentenpalast. Mit dem Casco Viejo bietet sie ein malerisches Kolonialviertel, aber auch moderne Glas- und Stahlbauten, sowie zahlreiche ausgezeichnete Restaurants. Eine der zahlreichen lokalen Attraktionen sind die Ruinen von Alt-Panama. Die Vorgängerin der heutigen Stadt, Panama Viejo, wurde 1671 von dem berüchtigten Pirat Henry Morgan verwüstet. Von der alten Stadt sind noch Ruinen aus der Kolonialzeit vorhanden. Teile der Ruinen wurden verwendet, um 5 km südwestlich die neue Stadt Panama City zu errichten.

Skyline Panama City

Skyline Panama City
© Mit freundlicher Genehmigung von Mario Wynands

Boquete

Boquete ist eine der bekanntesten Tourismusstädte Panamas. Es handelt sich um ein kleines und charmantes Dorf an der Ostflanke des Barú Vulkans auf rund 1.200 Metern über dem Meer. Das sonnige und doch kühle Klima ist ein angenehmer Kontrast zur Hitze in den tieferen Regionen. Das Bergdorf ist ideal zu Fuß zu entdecken. Rund um Boquete gibt es zahlreiche Kaffeeplantagen, denn das kleine Städtchen ist berühmt für seinen ausgezeichneten Kaffee, der von Guaymi Indios zwischen Oktober und Februar gelesen wird. Die Erntezeit ist eine festliche Zeit, während der die farbenfroh gekleideten Indio-Familien aus verschiedensten Gegenden der Chiriquí-Provinz anreisen, um die Kaffeebohnen zu ernten. Man kann zum Vulkan Baru oder die Ruta Quetzal entlang wandern und die herrliche Landschaft genießen. Es besteht sogar Möglichkeit, dem Quetzal, dem heiligen Vogel der Maya, der in den Wäldern um Boquete seine Heimat hat, zu begegnen. Aber Boquete ist auch ein Paradies für Outdoor- und Abenteueraktivitäten. Wanderungen, Mountainbiketouren, Klettern, Canopy und Rafting sind die beliebtesten Aktivitäten.

Viejo Ruinen

Viejo Ruinen
© Mit freundlicher Genehmigung von Mario Wynands

Bocas del Toro

Bocas del Toro ist eine Provinz im Nordwesten Panamas und umfasst neben dem Festland sechs größere und zahlreiche kleine Inseln. Diese Gegend wurde schon im Jahre 1502 von Christoph Kolumbus erkundet. Neben dem Panamakanal ist es unter Touristen eines der beliebtesten Ziele. Das Gebiet ist vor allem aufgrund der traumhaften Strände, der malerischen Umgebung und dem paradiesischen Flair bei Touristen so beliebt. Die Hauptinsel ist die Isla Colón, welche auch am meisten touristisch ausgebaut ist. Ein besonderes Touristen-freies Ambiente und herrliche Tierwelt kann man jedoch in dem Meeres-Nationalpark Insel Bastimentos, der große Teile der Insel Bastimentos, viele kleinere Inseln und zum größten Teil Meeresgebiete miteinschließt, finden. Bei einem Besuch in dieser Provinz Panamas bieten sich Surfen, Kajaktouren, Boottrips, Tauch und Schnorchel Ausflüge an. Die artenreichen und bewaldeten Inseln lassen sich vor allem durch Wanderungen und Radtouren am besten erkunden. Da es mehrere Gemeinschaften von Ngobe Indianern in Bocas del Toro gibt, gehört auch ein Besuch eines indigenen Dorfes zu den Hauptaktivitäten.

Die Vogelinsel des Archipels Bocas del Toro

Die Vogelinsel des Archipels Bocas del Toro
 

Isla Colón

Auf der Insel Isla Colón liegt das charmante Städtchen Colón, das mit gutem Essen, freundlichen Einwohnern und karibischem Flair Besucher anzieht. In einer Bucht weiter östlich befinden sich die malerischen Ruinen von Portobelo, einer ehemaligen Festung, die ihren Namen von keinem geringeren als Christof Columbus erhielt. Die ehemaligen Festungsanlagen wurden 1980 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Die Ruinen werden von Reisenden sehr gerne besichtigt, ihr weiteres Bestehen ist jedoch unklar. Die Anlage wird nicht richtig gepflegt und zerfällt deswegen langsam. Daher wurde sie im Jahre 2012 in die rote Liste der UNESCO aufgenommen. Auf der Insel kann man außerdem an einer Schoko-Tour teilnehmen und sehr interessante Einblicke in Anbau und Herstellungsprozess erhalten. Natürlich darf man auch probieren. Alle Schokoladenfans kommen hier voll und ganz auf Ihre Kosten!

Die Ruinen Portobelo auf der Insel Colón

Die Ruinen Portobelo auf der Insel Colón
© Mit freundlicher Genehmigung von Mario Wynands

San Blas

Einen weiteren traumhaften Archipel bilden die Inseln von San Blas. Hier leben die Kuna Indianer, die dieses Paradies aus hunderten von kleinen Inseln mit schneeweißen Stränden und türkisfarbenem Wasser schützen. Das Erlebnis auf der Insel ist nicht auf den Massentourismus ausgelegt, sondern ist sehr authentisch. Deswegen gibt es hier keine großen Hotels, sondern nur kleine Lodges und auch die Kuna freuen sich über Besucher, denen sie ihre Kultur und ihren Alltag näher bringen können. Die Kleidung der Indianerfrauen ist dabei besonders interessant. Sie ist traditionell gestaltet und besteht aus bunten Stoffen, Kopftüchern und Schmuck, der neben Gold in den verschiedensten Farben schimmert. Auf die Inseln kommt man mit den Flugzeug von Panama City oder auch mithilfe eines Schiffes.

Strand San Blas

Strand San Blas
© Mit freundlicher Genehmigung von Mario Wynands

Nationalpark von Coiba

Der Nationalpark von Coiba auf einer Pazifikinsel vor der Küste Zentralpanamas ist einen Besuch wert. Er gilt als einer der größten maritimen Nationalparks der Erde und ist somit nicht ohne Grund auf der UNESCO-Weltnaturerbe-Liste. Hier leben einige endemische Arten. Neben der großen Vielzahl von Pflanzen und Landbewohnern ist vor allem die Unterwasserwelt beeindruckend. Beobachten kann man bis zu 760 Fisch-, 23 Wal- und Delphin- und sogar 33 Haiarten. Ein wahres Unterwasserparadies!


 

Nationalpark Darién

Auch der Nationalpark Darién, der zum UNESCO-Naturerbe gehört, liegt hier. Die Artenvielfalt ist einzigartig und beeindruckt auf jeden Fall alle Besucher. Expeditionen in dieser Gegend sollten jedoch nur mit erfahrenen Guides durchgeführt werden. Man bewegt sich oft durch vollkommene Abgeschiedenheit und kann wahre Abenteuer erleben. Die Gegend ist sehr wenig touristisch erschlossen, deswegen muss man größere Abzüge beim Komfort in Kauf nehmen.

Kunsthandwerk der Indigenen Kuna

Kunsthandwerk der Indigenen Kuna
© Mit freundlicher Genehmigung von Mario Wynands