Städte und Orte in Paraguay

Bella Vista

Die Kolonie Bella Vista wurde vor ca. 100 Jahren von deutschen Einwanderern gegründet. Sie liegt in der Nähe des drittgrößten Flusses der Welt, dem Rio Parana. Bekannt ist der Distrikt vor allem für den Anbau des Mate-Baums, aus dem das paraguayische Nationalgetränk Teréré und der Mate zubereitet werden. Dort befinden sich auch ehemalige Reduktionen der Trinidad del Paraná Jesuiten. Die Guaraní-Indianer haben unter der Anleitung spanischer Jesuiten im 17. Jahrhundert große Reduktionen, in denen eine äußerst erfolgreiche Art des Zusammenlebens mit einer für damals äußerst effizienten Landwirtschaft und sehr hochstehenden künstlerischen Werken praktiziert wurde, errichtet. Eine der größten und beeindruckendsten Anlagen aus dieser Zeit ist die Ruinenstadt Trinidad - eine riesige Anlage, die damals inmitten undurchdringlichen Urwalds aus Wehrtürmen, Schutzmauern, einer Kathedrale und festen Unterkünften für ca. 4.000 Personen bestand.

Mate Plantage

Mate Plantage
 

Ciudad del Este

Die Stadt Ciudad del Este, die im Länder-Dreieck zwischen Paraguay, Argentinien und Brasilien liegt, wurde als Wohn- und Einkaufsstadt für die Arbeiter des nahen Staudamms Itaipú gegründet und ist inzwischen die zweitgroßte Stadt Paraguays. Heute gilt sie als einer der größten Warenumschlagplätze der Welt, das Stadtzentrum ist infolgedessen vom Handel geprägt und hat wegen der vielen Stände ambulanter Händler den Charakter eines Basars. Aus der Stadt kommt man über die Freundschaftsbrücke, die Paraguay mit Brasilien verbindet, nach Foz de Iguazú. Inmitten einer malerischen Landschaft fließen die größten Wasserfälle der Welt. Die Wasserfälle des Iguazú fließen durch einen Nationalpark hindurch, mitten im Urwald. Dabei kann man die Flora und Fauna bewundern und erforschen. Die Wasserfälle mit dem zugehörigen Nationalpark sind seit 1986 UNESCO-Weltkulturerbe.

Monday Wasserfall nahe Ciudad del Este

Monday Wasserfall nahe Ciudad del Este
© Turismo Paraguay

Asunción

Die heutige Hauptstadt Asunción wurde 1537 am linken Ufer des Río Paraguay von den Spaniern gegründet. Heute hat sie ca. 1,9 Million Einwohner. Die Stadt hat eine reiche Geschichte, von der spanischen Kolonialzeit über die Unabhängigkeit und die Blütezeit unter Präsident López bis in die Moderne. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das "Casa de la Independencia", der historische Bahnhof mit der ältesten Eisenbahn Südamerikas, das Pantheon, die Kathedrale Metropolitana und weitere Kirchen. In der Umgebung von Asunción befindet sich Yaguarón, eine Provinz in der die Guaraní-Indianern unter Aufsicht der Franziskanermönche eine barocke Holzkirche erbauten, die beispielhaft für die Architektur der Missionskirchen im 18. Jahrhundert ist. Und San Bernardino, eine Kleinstadt am Ypacarai-See, die 1881 von deutschen Einwanderern gegründet wurde. Die Stadt ist heute beliebter Urlaubs- und Badeort vieler Paraguayer.

Regierungspalast Asunción

Regierungspalast Asunción
© Turismo Paraguay

Filadelfia

Filadelfia liegt im Gran Chaco, einer Savannenlandschaft, die den ganzen Westen Paraguays einnimmt und sich nach Süden in Argentinien und nach Norden in Bolivien fortzieht. Die Stadt ist das Zentrum von Fernheim, einer der größten mennonitischen Siedlungen in Paraguay. Von der mennonitischen Kolonie kommt man zum Fortín Boquerón - einst Schauplatz einer der unzähligen Schlachten während des Chaco-Krieges, der 1932-35 zwischen Paraguay und Bolivien geführt wurde. In der Nähe ist auch die Salzlagune Laguna Capitan. Sie ist einer der vielen Salzseen in dieser Region, in die jedes Jahr von Mai bis September tausende von Flamingos aus den Anden kommen, um zu überwintern. In der Stadt liegt das Museum Jakob Unger, das die Geschichte der ersten mennonitischen Einwanderer erzählt.

Landschaft Paraguays

Landschaft Paraguays
© Turismo Paraguay

Río Paraguay

Die unglaubliche Schönheit der Natur Paraguays spiegelt sich im Río Paraguay wider. Der Name des Flusses, stammt aus der indigenen Sprache der Guarani-Indianer und wird häufig mit "Quelle des Ozeans" oder manchmal auch mit "Papageienfluss" übersetzt. Besonders sehenswert sind die unvergleichlichen, farbenprächtigen Sonnenaufgänge bzw. -untergänge am Rio Paraguay und seinen unzähligen Seitenarmen. Wenn man Glück hat, kann man in Paraguay Wasserschweine, Pekaris, Gürteltiere, Ameisenbären und sogar Tapire und Jaguare sehen. In den Flüssen leben auch Kaimane und in den Wäldern diverse Vögel wie Kolibris, farbenfrohe Papageien und verschiedene Tukan-Arten. Naturliebhaber bekommen unzählige Möglichkeiten Tiere zu beobachten und die faszinierenden Landschaften Paraguays zu entdecken.

Dreiländereck Paraguay-Argentinien-Brasilien

Dreiländereck Paraguay-Argentinien-Brasilien
© Southern Sky Tours