Städte und Orte in Peru

Lima

Lima ist die Hauptstadt und gleichzeitig größte Stadt Perus. Sie liegt im Delta dreier Flüsse an der Küste des Pazifischen Ozeans. Zu Beginn nur als wichtiger Punkt bei der Einreise in das Land bekannt, hat sich Lima zu einem beliebten touristischen Ziel entwickelt, gekennzeichnet durch ihr historisches Zentrum, ihre archäologischen Stätten, ihr Nachtleben, eine Vielzahl von Museen, Galerien, Festivals und Volkstraditionen. Limas große Museen, wo unbezahlbare Keramiken, Gold und einige der feinsten Textilien der Welt ausgestellt werden, zeigen in allen Einzelheiten die Raffinesse, das Geschick und die Leidenschaft der verlorenen Zivilisationen Perus. Südlich von Lima befindet sich die Oase Huacachina, ein exotisches Paradies. Die Oase, deren Zentrum eine kleine Lagune bildet, liegt inmitten hoher Sanddünen.

Kathedrale und Plaza Mayor von Lima

Kathedrale und Plaza Mayor von Lima
© Anibal Solimano/PromPerú

Nazca

Nazca, die Hauptstadt der Ica-Region, verdankt ihren wirtschaftlichen Aufschwung den nahegelegenen Nazca-Linien. Wenn diese Linien nicht wären, wäre es eine eigentlich unscheinbare Stadt im Süden Perus mit einem kleinen Flughafen. Die kompletten Bilder kann man erst vom Flugzeug aus erkennen, dort werden einem die wahren Dimensionen bewusst. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² riesige bis zu 20 km lange Linien oder Gebilde aller Art mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Anhand archäologischer Vergleiche der Bilder in der Pampa mit Motiven auf Keramiken der Nazca-Periode wurde angenommen, dass die Geoglyphen während der Zeit der Nazca-Kultur entstanden sind, die zeitlich zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr. anzusiedeln ist. Um das Warum und Wie ranken sich zahlreiche Theorien, bis Dato wurde aber keine bewiesen.


 

Puerto Maldonado

Puerto Maldonado liegt im Regenwaldwald des Amazonas-Tieflandes, 55 km westlich der Grenze zu Bolivien. Seinen Namen verdankt sie seinem Entdecker Faustino Maldonado, der die Stadt 1860 bei einer Expedition des Amazonastieflands entdeckte, jedoch seit 1861 als verschollen gilt. Ein Hafen ist sie, weil sie an einem Amazonas-Nebenfluss liegt, was eine wichtige Handelsverbindung darstellt. Puerto Maldonado ist der Platz für alle, die die Amazonasseite Perus sehen, die dampfenden Tiefen des Amazonasbeckens erleben und die Natur genießen wollen. Mit Amazonasbecken ist das gesamte Flusssystem, das sich über den nördlichen Teil Südamerikas erstreckt, gemeint. Eine kaum vorstellbare Laune der Natur. In den letzten Jahren wächst die Wirtschaft in mehreren Bereichen: Der Tourismus wird mehr gefördert, zudem steigt die Bauinfrastruktur. Deswegen werden neue Naturschutzgebiete gegründet. Ein Beispiel dafür ist der Manu-Nationalpark, der von Puerto Maldonado aus besucht werden kann.

Ciudad de Trujillo

Ciudad de Trujillo
© Carlos Sala / PromPerú

Ollantaytambo

Ollantaytambo ist eine Stadt, die im südlichen Teil von Peru, 60 km nordöstlich von Cusco und 2800 m über dem Meeresspiegel liegt. Ollantaytambo ist das einzige verbliebene Beispiel für Stadtplanung aus präkolumbianischer Zeit. Nach einer Legende soll ihr Gott Viracocha die Inka angeleitet haben, die Stadt zu bauen. In ihrer Gesamtheit ist sie ein monumentales architektonisches Werk aus der Inka-Zeit und bleibt auch für heutige Verhältnisse eine einzigartige Stadt. Bemerkenswert ist natürlich auch, dass eine so alte Stadt immer noch intakt ist und bewohnt wird. Die Inka hatten sich damals hierhin zurückgezogen, nachdem die Spanier Cuzco eingenommen hatten. Die Gebäude und Inka-Terrassen sowie die engen Gassen der Stadt befinden sich noch immer in ihrem ursprünglichen Zustand. Die Stadt ist atemberaubend und daher ein Muss für jeden, der an der Inka-Kultur interessiert ist.

La Compañía de Jesús, Cuzco

La Compañía de Jesús, Cuzco
© Carlos Sala / PromPerú

Arequipa

Arequipa ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des südlichen Perus, inmitten einer fantastischen Berglandschaft auf 2.380 m gelegen. Auf einer Stadtrundfahrt ist besonders die "weiße" Stadt sehr sehenswert, vor der eindrucksvollen Kulisse von drei erloschenen Vulkanen, dem 5822 m hohen kegelförmigen Misti, dem 6057 m hohen Chachani und dem kleineren und entfernteren Pichu Pichu. Außerdem ist seit 1970 der Besuch des Klosters Santa Catalina, das fast 400 Jahre völlig von der Außenwelt abgeschottet war, wieder möglich. Nicht weit von Arequipa liegt auch die Schlucht des Colca Cañon, des zweittiefsten Canyons der Welt. An seiner tiefsten Stelle misst er 3269 m Tiefe, im Gegensatz dazu ist der wesentlich bekanntere Grand Canyon mit gerade einmal 1200 m Tiefe wie ein kleiner Bruder. Es gibt Felsmalereien und Höhlen zu bestaunen, die von dem Stamm Collaguas erbaut wurden. Ebenso von den Collaguas stammen in den höheren Regionen gerade geformte Terrassenflächen, die heute noch von den Bewohnern landwirtschaftlich genutzt werden. Das malerische Colcatal wurde erst in den 1970er Jahren durch eine Straße mit der Außenwelt verbunden. Einige Andenkondore kreisen hier durch die Lüfte und geben dabei ein eindrucksvolles Bild ab. Im Kontrast dazu stehen die Indios mit den traditionellen bunten Trachten der Frauen, die noch immer zum typischen Straßenbild gehören.


 

Machu Picchu

Ein Besuch in Südamerika ist nicht komplett ohne einen Besuch in der glorreichen Inka-Zitadelle von Machu Picchu. Für die meisten ist die Machu Picchu Reise der Höhepunkt ihres Südamerikaerlebnisses. Die Inkas erbauten die Stadt im 15. Jahrhundert in 2360 Metern Höhe auf einem Bergrücken in den Anden. Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die auf Terrassen gelegen und mit einem System von Treppen verbunden waren. Über den Sinn und Zweck dieser Stadt wurden verschiedene Theorien entwickelt, da aber keine wissenschaftliche Aufzeichnungen über sie existieren, lassen die archäologischen Funde grundsätzlich nur Vermutungen zu. Da sich die Inkastadt in einem schwer zugänglichen Gebiet befindet und es keine Straßen dorthin gibt, gibt es nur zwei Arten, zu der mystischen Inkastadt zu gelangen - mit der Eisenbahn oder zu Fuß. Von Cusco bis nach Aguas Calientes, einem Dorf am Fuße des Berges von Machu Picchu, wurde eine Bahnlinie gebaut. Zu Fuß braucht man für den ganzen Inka Trail 4 Tage.

Peru Zitadelle von Machu Picchu

Peru Zitadelle von Machu Picchu
© Carlos Sala / PromPeru

Titicaca-See

Er liegt zum Teil in Peru, zum anderen Teil in Bolivien. Er ist der zweitgrößte See Südamerikas und das höchste befahrbare Gewässer der Welt (3810 m). Indigene Völker bewohnen die alten Dörfer auf einigen Inseln. Manche der Inseln wurden in Handarbeit aus Schilf errichtet. Auf den rund 40 schwimmenden Inseln leben heute noch rund 30 bis 50 Uro-Nachfahren, die jetzt fast nur noch vom Tourismus leben. Von peruanischer Seite ragt die Halbinsel Capachica in den See. In der friedlichen Landschaft der Capachica befindet sich der Aussichtspunkt Carus, wo sich ein grandioses Panorama über den See bietet. Auf der kleinen Halbinsel liegt auch das idyllische und ursprüngliche Dorf Llachó, in dem man das Leben der peruanischen Bauern näher kennenlernen kann. Am Rande des Titicacasees liegt die Stadt Puno, die für einige der lebhaftesten Festivals Perus bekannt ist.


 

Chiclayo

Wenn man die Küste Perus von Norden nach Süden bereist, sollte man sich folgende Orte nicht entgehen lassen: den Anfang macht die Stadt Chiclayo. Sie ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Besuch der spektakulären Pyramiden von Túcume. Die Pyramiden erstrecken sich über eine Fläche von fast 220 Hektar, und hier befindet sich auch die größte Pyramide der Welt. Nicht weit entfernt, in Lambayeque, werden im Museum der „Königlichen Gräber von Sipán“ die Schätze aus der Grabstätte des Herrschers von Sipán ausgestellt. Die Gold- und Muschelfunde sind enorm wertvoll und von unvorstellbarer Schönheit. Südlich hiervon liegt Trujillo, eine Stadt, in der wunderschöne Bauwerke aus der Kolonialzeit, Monumente aus der Zeit vor der Kolonisation und moderne Elemente der Baukunst aufeinander treffen. Außerdem befindet sich ganz in der Nähe der Stadt der Komplex von Chan Chan, die größte Lehmstadt der Welt.


 

Iquitos

Der Regenwald nimmt weit mehr als die Hälfte des Staatsgebietes ein, doch nur gut ein Zehntel der Peruaner ist hier zu Hause. Eine unglaubliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen lebt und gedeiht hier in den größten Naturschutzgebieten des Landes bei tropisch feuchtem Klima. Hier verläuft auch der längste Fluss der Welt, der Amazonas. Die größte Stadt, die an dessen Flusslauf liegt, ist Iquitos. Sie ist umgeben von Flussarmen und endlosen grünen Wäldern, und daher nur mit dem Boot oder aus der Luft zu erreichen. Mit ihren eleganten Villen und gekachelten Gebäuden hat diese Stadt ihren ganz eigenen Charme. Das Land strotzt hier förmlich vor Leben und Vielfalt.

Boote im Amazonasgebiet Peru

Boote im Amazonasgebiet Peru