Länderinformationen

Name

Suriname verdankt seinen Namen wahrscheinlich dem Stamm der Surinen, der durch die Arawak, ein indigenes Volk an der Nordküste Südamerikas, aus diesem Gebiet vertrieben wurde.

Lage – Allgemein

Länderinfos Suriname
StepMap Länderinfos Suriname

Suriname ist das kleinste (163.820 km² ) unabhängige Land in ganz Südamerika. Anrainerstaaten von Suriname sind Guyana im Westen, Brasilien im Süden und Französisch Guyana im Osten. Im Norden grenzt das Land an den Atlantik, wo der grösste Teil der Bevölkerung wohnt.

Suriname besteht aus drei Regionen und 10 Distrikten. Die Küstenregion umfasst die Distrikte: Nickerie, Coronie, Saramacca, Commewijne, Marowijne, Wanica, Paramaribo (die beiden letzten sind die kleinsten und gleichzeitig die bevölkerungsreichsten und damit die am dichtesten besiedelten). Die Region im Osten besteht aus den Distrikten: Para, Brokopondo und Sipaliwini. Das Wilhelminagebirge bedeckt den Südwesten. Hier ist die höchste Erhebung des Landes (Julianatop 1.280 Meter über Meer).

Zeitzone

Die Zeitdifferenz zwischen Suriname und Deutschland beträgt im Winter wie auch im Sommer -5 Stunden. In dieser Zeitzone gibt es keine Umstellung auf Winter- bzw. Sommerzeit.

Geographie

Hinter einer maximal 80 km breiten sumpfigen Küstenebene steigt das Land stufenförmig empor und bildet die Suriname-Hochebene. Der Norden an der Atlantikküste ist die bevölkerungsreichste Region. Die südliche Hälfte des Landes besteht aus drei umfangreichen Gebirgsketten, das Wilhelminagebirge, das Eilerts-de-Haan-Gebirge und das Tumuk-Humak-Gebirge.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Suriname wurde als erstes von den Indianern besiedelt. Die größten Stämme waren Arawak und Kariben, welche an der Küste und in der Savanne siedelten. Christoph Columbus war 1498 der erste Europäer, der das schöne Land entdeckte. Später stritten sich England und die Niederlande um die Eroberung und Kolonie Surinames. In der ersten Hälfte des 18.Jh. war das heutige Gebiet Surinames unter dem Namen Niederländisch-Guyana bekannt und blühte mit der Landwirtschaft (Zuckerrohr, Kaffee, Baumwolle und Kakao) auf. Später kam es wieder in Besitz von Grossbritannien. Beim Wiener Kongress wurde dann festgelegt, dass die Engländer das heutige Guyana behielten und den Niederländern Suriname zurückgaben. Die Niederländer schafften die Sklaverei 1863, als letzte europäische Nation, ab. 1954 gewann Suriname die Selbstverwaltung und 1975 erlangten sie die volle Unabhängigkeit.

Flora und Fauna

Suriname hat eine große Vielfalt an Flora und Fauna. 80% des Gebietes besteht aus Regenwald, der mehr als 1000 Baumarten aufweist. Dieser Urwald ist Teil des größten tropischen Amazonas-Regenwaldes. Zu den Regenwaldbewohnern zählen unter anderem der Kaiman, der Jaguar, das Faultier, das Gürteltier, der Brüllaffe, Meeresschildkröten, Papageien und viele mehr.

Wirtschaft

Zur Zeit der Kolonialisierung war Suriname die wohl profitabelste Plantagenkolonie der Niederlande, vor allem Zucker wurde exportiert.
Bodenschätzen wie Bauxit, Mineralöl, Gold, Holz, Reis, Bananen und Fisch werden exportiert.

2011 bekam Suriname als eines von wenigen Ländern in der Welt eine positive Beurteilung vom Internationalen Währungsfonds (IMF). Die Aussichten für die surinamische Wirtschaft werden als günstig bekundet. Ein solides ökonomisches Fundament, geringe Schulden und günstige Einkommen aus Grundstoffen haben das Land gegen die weltweit anhaltende ökonomische Krise beschützt. Die Ökonomie wächst vor allem dank dem gestiegenen Export von Grundstoffen und lokalen Bauaktivitäten.

Mitgliedschaften

Seit 1995 ist Suriname Mitglied der internationalen Organisation Karibische Gemeinschaft (Caricom).

Bevölkerung

493.000 Menschen leben in Suriname. Neun Zehntel der Bevölkerung sind in den Städten und Dörfern der Küstenebene angesiedelt. Davon ungefähr 250.000 in der Hauptstadt Paramaribo. Die ethnische Herkunft der Bevölkerung ist sehr heterogen, was sich auch in Religionszugehörigkeit und den Muttersprachen zeigt. Die größten Gruppen der Bevölkerung sind: Hindustanen (indischer Herkunft), Afrikaner, Kreolen (ehemalige nicht geflüchtete, schwarzafrikanische Sklaven) und Maroons (welche Nachkommen von den geflüchteten Sklaven sind, die sich im Regenwald versteckten und somit Stammesverbände entstanden) und viele verschiedene kleinere Minderheiten.

Religion

Die Bevölkerung besteht aus Hindus 27,4 %, Protestanten 25,2 %, Katholiken 22,8 % und Muslimen 19,6 %.

Sprache

Die offizielle Landessprache ist Niederländisch. Die Lokalsprache ist Sranan Tongo. Viele sprechen und verstehen jedoch Englisch. Interessant ist, dass es noch weitere 25 Sprachen und Dialekte (Javanisch, Kreolsprachen, Saramaccans, Aukaans, diverse indigene Sprachen etc.) gibt, die von den Einheimischen gesprochen werden.

Essen und Trinken

Das Essen ist sehr vielfältig: Indisch, indonesisch, chinesisch, kreolisch. Die Lokalbevölkerung isst sehr viel Bami und Nasi Goreng.

Geld/ Währung

Der Suriname-Dollar ist die Währung, die 2004 eingeführt wurde. In der Hauptstadt kann man mit Kreditkarte bezahlen, bzw. mit ihr an den Automaten Geld abheben.

Medizinische Hinweise

Die aktuellen Informationen erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt oder unter der Website des Centrums für Reisemedizin (CRM).

Strom

Die Stromspannung beträgt in Suriname wie in Deutschland 220 Volt. Ein Stecker-Adapter ermöglicht die Verwendung unserer technischen Geräte. EU Stecker mit 2 runden Stiften sind weit verbreitet.

Sicherheit / Drogen

Im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern ist Suriname viel ungefährlicher, jedoch nimmt vor allem in den Städten die Kriminalität zu. Touristen sind sehr selten betroffen. In der Hauptstadt Paramaribo hat sich die Sicherheitslage relativ verbessert, da nun spezielle Sicherheitskräfte eingesetzt werden. Im Landesinneren gibt es kaum Kriminalität. Das grösste Problem ist die Drogenexportkriminalität. Bei der Ausreise finden Drogenkontrollen statt, deshalb sollte genügend Zeit eingeplant werden. Wenn mit Vorsicht gereist wird und folgende Punkte beachtet werden, können viele Probleme vermieden werden:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände und nur wenig Geld bei sich
  • Meiden Sie einsame Gegenden und Gassen
  • Leisten Sie bei einem allfälligen Raubüberfall keinen Widerstand
  • Unternehmen Sie Ausflüge ins Landesinnere mit einem anerkannten Reisebüro
  • Nehmen Sie von Unbekannten keine Getränke oder Esswaren an

Aktuelle Hinweise zur Sicherheitslage im Land finden Sie unter https://www.auswaertiges-amt.de/

Adressen

Für Suriname zuständig:

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Stefan Schlüter

Port-of-Spain 19 St. Clair Avenue, St. Clair/Trinidad, W.I.

Auswärtiges Amt

In Deutschland https://www.auswaertiges-amt.de/

In Österreich https://www.bmaa.gv.at/

In der Schweiz https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/travad/hidden/hidde2/surina.html