Städte und Orte in Uruguay

Punta del Este

140 km östlich von Montevideo liegt der Badeort Punta del Este, der besonders gerne von südamerikanischen Touristen besucht wird. Der kleine Ort mit eigentlich nur 30.000 Einwohnern wird dann zu einem Zentrum der mondänen Welt mit Modeschauen, Segelregatten und anderen sportlichen Großveranstaltungen. Das Wahrzeichen von Punta del Este sind „Los Dedos“ (die Finger), eine circa fünf Meter breite und drei Meter hohe Steinskulptur in Form einer Hand, die an einem der Strände aus dem Sand emporragt. Eine andere wichtige Sehenswürdigkeit ist Casapueblo. Es ist das Haus des bekannten uruguayischen Künstlers Carlos Páez Vilaró. Das extravagante, ganz im Stil mediterraner Gebäudearchitektur gehaltene Bauwerk, wurde 36 Jahre lang gebaut. Außen weiß, innen keine gerade Wand, ist es heute Museum und Atelier zugleich. Auch den Hafen von Punta del Este muss man, wenn man Urlaub dort macht, mindestens einmal besuchen. Das Bummeln dort macht Spaß, morgens kommen die Fischer mit frischem Fisch, Miesmuscheln und Meeresfrüchten, die man dort auch direkt kaufen kann. Dabei findet man mehrere Seelöwen am Pier liegend. Aufgrund seiner Vergnügungsmeile mit schillernden Nachtklubs und dem Conrad Casino im Las-Vegas-Stil ist die Stadt als das St. Tropez Uruguays bekannt.

Yachthafen Punta del Este

Yachthafen Punta del Este
© Ministerio de Turismo y Deporte

Montevideo

Montevideo ist die Hauptstadt und Primatstadt Uruguays. Sie wurde 1724 am Río de la Plata an den Hängen des Cerro gegründet. Der 137 m hohe Berg gab der Stadt auch seinen Namen „monte video - ich sehe einen Berg“. Das kulturelle Zentrum eignet sich perfekt für einen entspannten Spaziergang vorbei an Gebäuden der Kolonialzeit: die Plaza Independencia, das Solis Theater, die Kathedrale sowie den Regierungspalast und das Palacio Salvo, das erste Hochhaus in Südamerika mit 26 Stockwerken. In Ciudadela befindet sich der einzige noch bestehende Abschnitt der Mauer, die einst die ganze Stadt umgab. Er dient jetzt als Eingang in die Ciudad Vieja, die Altstadt von Montevideo. In Montevideo befinden sich zahlreiche Museen, bedeutsame Sammlungen und Ausstellungen. Den Besuch des „Museum Andes 1972“ sollte man nicht versäumen. Das Museum ist eine Hommage an 16 junge Sportler, die nach dem Absturz der Uruguayan-Air-Force 571 am 13. Oktober 1972 zwei Monate im eisigen Schnee der Anden überlebten. Es ist eine der größten Überlebensgeschichten des 20. Jahrhunderts. Im Museum kann man viele Ausstellungsstücke sehen, die für die Leute, die das Glück hatten, zu überleben, lebenswichtig waren. Es zeigt neben einigen Objekten auch umfangreiche Fotografien, in welcher Situation sich die Überlebenden des Unglücks befanden und zu welchen Überlebensstrategien der Mensch imstande ist. Die Besucher sind vor allem von der Führung begeistert.

 Teatro Solis

Teatro Solis
© Ministerio de Turismo y Deporte

Colonia de Sacramento

Von Montevideo in Richtung Südosten kommt man durch die uruguayische Wiesenlandschaft in das etwa 170 km entfernte Kolonialstädtchen Colonia del Sacramento. Die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Stadt war die erste koloniale Ansiedlung der Europäer auf dem Gebiet des heutigen Uruguay und damit die älteste Stadt des Landes. Das historische Zentrum ist gut gepflegt und bietet den Besuchern den Eindruck, in einem anderen Jahrhundert zu sein. Die Häuser sind gut erhalten und man kann noch immer die typischen Fliesen aus der portugiesischen Kolonialzeit sehen. Die Kolonialstadt beherbergt mehrere Museen. Diese sind das spanische Museum, das portugiesische Museum, das Museum der kolonialen Fliesen (azulejos) mit dem Plan der Stadt Colonia aus dem Jahre 1762 und das Museum der Ureinwohner der Region. Weitere Sehenswürdigkeiten und bedeutende Bauwerke sind das alte Stadttor, die alte Bastion (Fort) und der alte Leuchtturm. Der Leuchtturm liegt am westlichen Ende der historischen und kolonialen Altstadt und bietet einen guten Rundumblick über Colonia del Sacramento auf zwei verschiedenen Ebenen.

Die Stadtmauer von Colonia del Sacramento, Uruguay

Die Stadtmauer von Colonia del Sacramento, Uruguay
© Ministerio de Turismo y Deporte

Cabo Polonio

Cabo Polonio ist ein kleiner Fischer- und Badeort im Departamento Rocha an der Atlantikküste Uruguays. Der Ort liegt auf einer Halbinsel, zwischen den Badeorten Valizas und La Pedrera, etwa 260 km von der Hauptstadt Montevideo entfernt und 60 Kilometer von der nördlich gelegenen Grenze zum Nachbarland Brasilien. Im Gebiet um Cabo Polonio finden sich mehr als 4.000 Jahre alte Spuren von Siedlungen der indianischen Ureinwohner (Charrúas, Yaros, Guanaes, Chanaes). Der Name und die erste Besiedlung der Halbinsel gehen jedoch auf einen Schiffbruch zurück. Es ist ein sehr ursprünglicher Ort - bis heute gibt es dort keinen Strom, das Wasser kommt aus den Brunnen. Immer mehr Leute kommen an diesen Ort, auf der Suche nach Natur und Ursprünglichkeit, die man nur noch selten auf der Welt finden kann. Zu den größten Highlights des Ortes zählen seine geschützten Strände, die von großen Wanderdünen eingerahmt werden. In dem kleinen Städtchen Rincon begeistert ein fantastischer Blick über den Ozean genauso wie das weltweit größte Seelöwen-Reservat. Die Bemühungen zum Schutz der Flora und Fauna rund um Cabo Polonio haben bereits eine lange Geschichte. So wurden das Flusstal des Arroyo Valizas und Cabo Polonio schon 1942 zu Waldreservaten, die Gegend selbst um Cabo Polonio herum allerdings erst im Jahr 2009 zum Nationalpark erklärt.

Uruguay Badeort

Uruguay Badeort
© Uruguay - Ministerio de Turismo y Deporte