Städte und Orte in Venezuela

Canaima

Einer der Höhepunkte einer Venezuelareise ist sicherlich der Besuch des Nationalparks Canaima (UNESCO-Welterbe), mit dem höchsten Wasserfall der Erde. Auch der Nationalpark, der sich im Südosten Venezuelas befindet, gehört zu den größten der Welt. Der Park ist Teil des Guyana-Schildes, der ältesten geologischen Formation der Erde. Die Landschaft ist äußerst abwechslungsreich, man trifft auf undurchdringlichen Dschungel, hügelige Savanne, Schwarzwasserflüsse und wunderschöne Wasserfälle. Die Flora ist einzigartig, reich an seltenen Orchideen und Bromelien. In der Ferne ragen die Tafelberge auf, jeder eine ökologische Insel mit ganz speziellen Eigenschaften. Der bekannteste ist der Auyan Tepui, ein 2.535 m hoher Tafelberg, der aus Canyons, Türmen und Spalten aus Sandstein besteht und eine Oberfläche von 700 km2 hat. Von der östlichen Flanke des Plateaus stürzt der Río Churún als Salto Angel in die Tiefe. Der Salto Angel ist mit 979 m der höchste Wasserfall der Welt. Der Wasserfall erhielt seinen Namen von James Angel, einem Amerikaner, der 1935 in einem Sportflugzeug auf der Suche nach Gold ins Hochland von Guayana flog und dabei den Wasserfall entdeckte. Der venezolanische Präsident ist bestrebt, dem Wasserfall seinen Namen, den das indianische Volk der Pemón ihm gab, Kerepakupai-Merú („Sprung des tiefsten Ortes“), wiederzugeben. Eines der Highlights des Nationalparks ist ein Flug über den Salto Angel.

Blick auf den Salto Angel

Blick auf den Salto Angel
 

Mérida

Merida ist das touristische und universitäre Zentrum des venezolanischen Westens. Gleich mehrere Sehenswürdigkeiten gibt es um die Plaza Bolivar zu bewundern. Am wichtigsten ist die Statue des Libertador - Simon Bolivar. Aber auch die Basilica de la Inmaculada Concepcion, die zu den schönsten und auch größten Kirchen Venezuelas zählt. Eine der Attraktionen der Stadt ist die Eisdiele Heladeria Coromoto, die mit mehr als 800 Geschmacksrichtungen den Weg ins Guinnessbuch der Rekorde gefunden hat. Von Lachs über Knoblauch bis zu Spaghetti Bolognese, hier findet jeder was für seinen Geschmack. Nach Westen, bis auf 1.630 m Höhe, verläuft die Teleférico de Mérida, die höchste Seilbahn der Erde. Sie beginnt im Zentrum der Stadt und führt bis in die vergletscherten Regionen der Anden, auf den Pico Espajo (4.765 m). Die Seilbahn überwindet in vier Abschnitten einen Höhenunterschied von 3.200 m. Nicht weit weg von der Stadt befinden sich die Nebelwälder des Sierra la Culata Nationalparks, in denen Besichtigungen von Kaffeeplantagen und Wanderungen nur zwei der vielen angebotenen Aktivitäten sind.

Blick auf die Stadt Mérida

Blick auf die Stadt Mérida
 

Caracas

Die Hauptstadt Venezuelas wurde 1567 gegründet und liegt in einem Tal auf 800 – 1.000 Metern Höhe, dem „Becken von Chacao“, das sehr fruchtbar ist. Die von den Spaniern gegründete Stadt wurde einst von Toromaimo-Indianern bewohnt. Heute ist sie die Hauptstadt und größte Stadt Venezuelas, sowie der industrielle und kulturelle Mittelpunkt des Landes – 75 % aller Industriebetriebe sind hier angesiedelt. Von den Bauten aus der Kolonialzeit sind heute nur noch die Kathedrale, das Rathaus und die Kirche San Francisco, ein besonders wunderschönes Beispiel kolonialer Architektur, erhalten. Die meisten Gebäude aus dieser Zeit wurden bei Erdbeben in den Jahren 1755 und 1812 zerstört, daher ist die Stadt weitestgehend modern erbaut. Das Panorama von Caracas wird vom eindrucksvollen Massiv 'El Avila' dominiert. Dieses ist über eine Kabinenbahn zu erreichen. Oben angekommen bietet sich eine unvergleichliche Aussicht auf Caracas, sowie auf der anderen Seite auf den Berg Galipan und das Karibische Meer. Nördlich der Stadt befindet sich das Gebirgsmassiv Ávila, ein Teil der äußeren Kette des sogenannten Zentralastes der venezolanischen Küstenkordillere. Im Nationalpark El Ávila locken unzählige herrliche Wanderpfade.

Ciudad Bolivar

Ciudad Bolivar ist sie die Hauptstadt des Bundesstaates Bolívar, der über ein Viertel der Fläche Venezuelas ausmacht. Die historische Altstadt ist eine große touristische Attraktion, die sich durch Häuser und öffentliche Gebäude aus der Kolonialzeit auszeichnet. Die Stadt ist als Ausgangspunkt für Expeditionen auf dem Orinoco bekannt. Es bieten sich Wanderungen und Bootsfahrten in unberührte Dschungelgebiete an. In den Gebieten befinden sich nur noch kleine Indianerdörfer entlang des Flusses, in denen man halten kann, um die Einheimischen näher kennen zu lernen. Im Urwald kann man unterwegs verschiedenste Pflanzen wie Orchideen, Bromelien, den Chininbaum und die Vanillinpflanze entdecken. Besonders sind die Aussichtspunkte, wie z. B. ein ungewöhnlich großer Urwaldbaum oder eine riesige Felsplatte, die eine wunderschöne Aussicht über den dunkelgrünen, unberührten Urwaldteppich und den Flussverlauf darbieten. Im Überschwemmungsgebiet des Caura befinden sich auch Lagunen, in denen sich Alligatoren tummeln, die man normalerweise problemlos an den Ufern beobachten kann.

Straße mit bunten Häusern in Ciudad Bolivar

Straße mit bunten Häusern in Ciudad Bolivar
 

Amazonasgebiet

Das wohl geheimnisvollste Gebiet des Landes ist das Amazonasgebiet. Hier, in dem noch weitgehend unerschlossenen Dschungel, findet man unvorstellbar viele seltene Pflanzenarten, von Farnen und bunten Orchideen bis hin zu 200 Meter langen Lianen und riesengroßen Bäumen. Diese Region, in der auch der Fluss Orinoco entspringt, ist extrem dünn besiedelt, nur einige Indianerstämme leben hier. Es ist ein ganz besonders Erlebnis, sich durch den dichten, extrem feuchten Urwald zu schlagen.

Landschaft Puerto Ayacucho

Landschaft Puerto Ayacucho
 

Isla Magarita

Die Isla Margarita vereint endlose Traumstrände, Nationalparks, Kultur, Geschichte in Form von Burgen und Festungen sowie die Möglichkeit für sportliche Aktivitäten zu Wasser und zu Lande mit der typisch südamerikanischen Lebensart.


 

Los Llanos

Auf beinahe einem Drittel der Gesamtfläche des Landes erstrecken sich die Llanos, eine schier endlos scheinende Ebene aus Weideflächen und Steppe, die von Flüssen durchzogen sind. Sie reichen von den Anden bis in den Südosten des Landes und trotz ihrer enormen Ausdehnung wurden sie erst vor nicht einmal 20 Jahren touristisch erschlossen, was jedoch nicht an der mangelnden Attraktivität dieses Gebietes liegen kann: die weiten Ebenen sind perfekt geeignet, um zahlreiche seltene Tiere zu beobachten, wie unzählige Fischarten, unter ihnen Piranhas, aber auch Schildkröten, Kaimane, Jaguare, Affen, Wasserschweine und unglaublich viele verschiedene Vogelarten. Die Llanos kennen zwei Jahreszeiten: zur Dürrezeit ist es hier extrem trocken, während die Gegend in der Regenzeit förmlich überschwemmt wird und zu neuem Leben erwacht.

Llanos - die Tiefebene in Venezuela

Llanos - die Tiefebene in Venezuela
 

Los Roques Archipel

Das wahrhaft paradiesische Los-Roques-Archipel, das komplett unter Naturschutz steht, ist mit seinen schneeweißen Stränden, dem türkisblauen Wasser, den bunten Fischen und Korallenriffen der perfekte Ort zum Entspannen, Schwimmen und Schnorcheln.


 

Orinoko Delta

Im Osten des Landes liegt das Orinoco-Delta, das Mündungsgebiet des wichtigsten Flusses Venezuelas. Die mehr als 300 Flussarme verzweigen sich hier auf einer Fläche von 24.000 Quadratkilometern und schaffen so unzählige Inseln und Sandbänke, die nur per Boot zu erkunden sind. Das feucht-warme Klima der Tropen hat hier ein einzigartiges Biotop mit einer unwahrscheinlichen Tier- und Pflanzenvielfalt geschaffen. Auch einige Eingeborenenstämme leben hier noch in traditionellen Pfahlbauten.

Der Orinoko Fluss

Der Orinoko Fluss
© Eva

Gran Sabana

Ein wiederum komplett anderes Gesicht besitzt die Landschaft der Gran Sabana im venezolanischen Südosten. Die von Moriche-Palmen bedeckte Savanne wird von über 100 schroffen, majestätischen Tafelbergen gesäumt. Dazwischen gruppieren sich kleine Wälder um größere und kleinere Wasserfälle. Einen unvergesslichen, märchenhaften Anblick bietet der Quebrada de Jaspe Wasserfall. Sein Flussbett ist mit unzähligen bunten Halbedelsteinen übersäht und bei der richtigen Sonneneinstrahlung schillert, leuchtet und glitzert er in allen Regenbogenfarben.

Blick auf Aprada Tepui

Blick auf Aprada Tepui
© Botschaft von Venezuela in Deutschland