Städte und Orte in Argentinien

Iguazú-Wasserfälle

Eine der größten Sehenswürdigkeiten des Landes hat Argentinien der Natur zu verdanken: die Iguazú-Wasserfällen. Der gleichnamige wasserreiche Fluss stürzt in 275 verschiedenen Fällen in eine tiefe Schlucht. 255 davon sind kleinere Wasserfälle, die meisten von ihnen sind etwas über 60 m tief, die 20 anderen dagegen sind größer und mächtiger mit einer Höhe von bis zu 82 m. Ein Teil der Fälle erstreckt sich über Brasilien (ca. 20%), der wesentlich größere Teil über Argentinien. Somit liegt auch der Großteil der Fälle in Argentinien, was einen besseren Panoramablick von der brasilianischen Seite aus ermöglicht. In beiden Ländern liegt in dieser Gegend ein Nationalpark, benannt nach dem Fluss, die 1984 – Argentinien - beziehungsweise 1986 in Brasilien zum UNESCO-Welterbe gewählt wurden.

Iguazu Wasserfälle in Argentinien

Iguazu Wasserfälle in Argentinien
© Christof Sauer

Mendoza

Mendoza ist eine Region im Westen Argentiniens. Sie ist unter den vielen Weinbaugebieten das größte und daher wichtigste des Landes. Die Provinz besteht zum Großteil aus Trockensteppe, es gibt aber drei Oasen, eine nördliche um die Stadt Mendoza, eine mittlere um San Rafael und eine südliche von Malargüe. Der Vorteil der Region liegt darin, dass die Temperaturen ganzjährig über dem Gefrierpunkt liegen. Zudem scheint die Sonne an über 300 Tagen im Jahr, das schafft trockenes Klima, weshalb Bewässerung nötig ist. Die Nummer eins der Rebsorten dort ist die Malbec-Traube. Die Weine sind üppig und opulent, süß und doch gleichzeitig würzig. Gerne wird diese Sorte auch mit Cabernet Sauvignon zu einem Cuvée gemischt. Weitere rote Reben sind Merlot, Syrah, Pinot Naoir, Barbera, Sangiovese und Tempranillo. Auch weiße Rebsorten, wie Chenin Blanc sind bekannt. Hinzuzufügen ist, dass einige der Rebstöcke über 100 Jahre alt sind. Hier kann man durch die Weinanbaugebiete radeln oder wandern, die Weingüter besuchen und Wein probieren.

Weinanbau, Mendoza

Weinanbau, Mendoza
© Staatssekretariat für Tourismus der Republik Argentinien

Buenos Aires

Buenos Aires ist die Hauptstadt Argentiniens und liegt an der nordöstlichen Grenze zu Uruguay am Meer. Sie wird auch oft als Primatstadt betitelt, was daher rührt, dass sie das kulturelle, politische und wirtschaftliche Zentrum des Landes ist. Die Stadt ist kulturell sehr europäisch geprägt – daher auch der Name „Paris Südamerikas“. Es gibt zahlreiche sehenswerte Museen und Theater, mit dem Teatro Colón steht dort außerdem eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt. Im Gegensatz zu den europäischen Einflüssen steht der Tango – besser gesagt der Tango Argentino: Er entwickelte sich in Vororten der Stadt, oft in Bordellen, wie zum Beispiel Junin y Lavalle. Neben Buenos Aires bestehen auch die Uruguayer darauf, dass der Ursprung des Tangos in ihrem Land liegt. Der bedeutendste Ort ist aber die Plaza de Mayo, hier begann die ursprüngliche Besiedlung, sie stellt also das Zentrum der Stadt dar. Hier stehen auch der Präsidentenpalast „Casa Rosada“ und die Catedral Metrapolitana, die Hauptkirche der Katholiken in Buenos Aires. Zudem finden hier Festlichkeiten und Demonstrationen statt. Ein gutes Beispiel sind die "Madres de Plaza de Mayo". Während der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 verschwanden weit über zehntausend Menschen, wogegen sich diese Proteste richteten.


 

Halbinsel Valdés

Die Halbinsel Valdés ist etwa 3625 km2 groß und liegt in der Provinz Chubut an der Atlantikküste. Sie wurde 1999 zum UNESCO-Welterbe erklärt, da sie ein wahres Tierparadies ist. An den Küsten leben See-Elefanten und Seelöwen. In die südliche der beiden Seezungen kommen im dritten Quartal des Jahres Südkaper, eine Bartenwalart. Sie pflanzen sich dort – im warmen und sicheren Gewässer – fort. Bis vor kurzem unterhielt die Armee dort aufgrund des Konflikts um die Falklandinseln einige Stützpunkte. An Land leben der Nandu, eine Straußenvogelart, das Guanaco, ein Verwandter der Lamas, die Maras und das Gürteltier. Ebenso gibt es hier in unmittelbarer Nähe einige Kolonien der kleinen Mangellan-Pinguine. Für Tierliebhaber sind sie interessant, weil man sich ihnen aufgrund ihrer fehlenden Scheu bis auf wenige Schritte nähern kann. Wenn man nicht aufpasst, kann es passieren, dass man ihnen auf die Füße tritt.

Seelöwen-Kolonie bei Valdés

Seelöwen-Kolonie bei Valdés
© Southern Sky Tours

Feuerland

Feuerland (spanisch Tierra del Fuego) ist eine 73.746 km2 große Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas, vom Festland durch die Magellanstraße getrennt. Der westliche Teil gehört zu Chile, der östliche zu Argentinien. Die Hauptstadt der Provinz und auch die südlichste Stadt der Welt ist Ushuaia. Sie wird oft als Stadt am Ende der Welt bezeichnet und ist so auch eins der bekanntesten und wichtigsten Ziele in Argentinien. Sie befindet sich auf der Insel Isla Grande de Tierra del Fuego (die größte Insel der Inselgruppe) und ist der Haupthafen am Beagle-Kanal. Die Stadt wurde von einer argentinischen Expedition im Jahr 1884 gegründet. Ushuaia ist der Ausgangspunkt für viele Ausflüge in die Antarktis, sowie ein wichtiges Kreuzfahrtziel. Einige weitere Aktivitäten in Feuerland sind: Skifahren in Cerro Castor, Kreuzfahrt durch den Beagle Kanal, Wandern im Tierra del Fuego Nationalark, sowie im Yendegaia National Park, Biberseen beobachten und den Gletscher Martial zu besteigen.

Leuchtturm am Beagle-Kanal auf Feuerland

Leuchtturm am Beagle-Kanal auf Feuerland
 

Perito Moreno Gletscher

Der Gletscher ist einer der beeindruckendsten und bekanntesten Gletscher der Welt. Kein Wunder, denn mit etwa 250 km2 ist er einer der mächtigsten des größten Gletschergebietes in Südamerika. Er liegt in Patagonien, im Südwesten Argentiniens nahe der chilenischen Grenze. Er liegt im Gebiet des Los Glaciares Nationalparks, welcher zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Interessant ist, dass der Gletscher immer wieder mit einer Halbinsel im Lago Argentino zusammenwächst und so den See in zwei Teile teilt. In der Hälfte, die nun vom Abfluss abgetrennt ist, steigt der Wasserspiegel so lange, bis die Wassermassen die Eisbrücke zum Zusammenbruch bringen. Das zieht jedes Mal Touristenmassen und Journalisten aus der ganzen Welt an.

Der Perito Moreno Gletscher

Der Perito Moreno Gletscher
© Staatssekretariat für Tourismus der Republik Argentinien

Salta und Umgebung

Salta ist gleichzeitig Provinz und Hauptstadt dieser Provinz im Nordwesten Argentiniens. Bekannt ist die Gegend für den „Tren a las Nubes“, dem Zug in die Wolken. Er führt über die Anden bis zur Brücke La Polvorilla. Der höchste Punkt der Strecke liegt bei 4300 Metern. Viele Touristen kommen auch wegen dem Valles Calchaquíes, einem 183km langen Weg in das Weinanbaugebiet De la Rosa in Cafayate. Auf der Fahrt dorthin kommt der Bus an der Schlucht Quebrada de la Conchas vorbei. Sie ist 75 km lang und beinahe angsteinflößend. Um sich abzulenken kann man versuchen, in den Felsformationen Körper von Menschen oder Tieren zu erkennen. Ein beliebter Ort für eine Pause ist der Teufelsrachen, wo man von Straßenmusikern aus nahegelegenen Dörfern unterhalten wird. In Cafayate angekommen, bietet das Dorf neben Weinkellerführungen und –proben kombiniert mit Käse und Räucherschinken und weltweit einzigartigem Weineisgenuss, wunderschöne Berglandschaften, sowie ein gemütliches Flair.

Quebrada de Las Conchas

Quebrada de Las Conchas
© Staatssekretariat für Tourismus der Republik Argentinien

Cerro de los Siete Colores

Im Nordwesten liegt die Region El Norte. Hier findet man die berühmte Quebrada de Humahuaca (150km lange Schlucht) und den Cerro de los Siete Colores (Berg der sieben Farben). Die Region steckt voller Kontraste, von hohen Gipfeln bis zu den Ebenen, von Salzseen bis zu subtropischen Wäldern. Hier gibt es Spuren der präkolumbischen Kulturen zu bestaunen und die Traditionen der ältesten Völker Argentiniens, der Inkas und Kollas.


 

Esteros del Iberá

Bei den Esteros del Iberá handelt es sich um ein 13.000 km² großes Gebiet aus Sumpf, Moor, Seen und Lagunen. Sie sind nach dem Pantanal das größte Feuchtgebiet der Erde. Hier kann man Neotropische Otter, Mähnenwölfe, Pampashirsche und Sumpfhirsche, sowie Alligatoren, Kaimane, Wasserschweine und ungefähr 350 Vogelarten beobachten.

Irupé Lodge, Esteros del Iberá

Irupé Lodge, Esteros del Iberá
© Irupé Lodge

Patagonien

Ganz im Süden findet man die sicherlich bekannteste Region: Patagonien. Eine Vielzahl touristischer Attraktionen ist in diesem Teil Patagoniens versammelt. Die Anden, die Argentinien an der Westseite zu Chile hin begrenzen, bieten wunderbare Wandermöglichkeiten, besonders die berühmten Berge Fitz Roy und Cerro Torre. Aus den Bergen heraus winden sich Gletscher, von denen der Perito Moreno der mit Abstand meistbesuchte ist. Nicht ohne Grund – wer schon mal vor der 60m hohen weißen Wand stand, weiß, wie beeindruckend dieser noch immer wachsende Gletscher ist! Die Weite der Pampa schließt sich nach Osten an, wo Guanacos grasen und man auf Estancias das Leben der Gauchos kennen lernen kann. An der Küste und da besonders auf der Halbinsel Valdés kann man die reiche Meerestierwelt bestaunen: Pinguine und Seelöwen, verschiedenste Vogelarten, Wale und Robben. Ganz im Süden liegt dann Feuerland mit der südlichsten Stadt der Welt, Ushuaia.