Reiseinformationen Bolivien

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Einige Fakten zu Bolivien

Schnellinfos

Hauptstadt: Sucre (verfassungsmäßig); Regierungssitz: La Paz
Fläche: ca. 1,1 Mio. km² (etwa dreimal so groß wie Deutschland)
Einwohnerzahl: ca. 12 Mio.
Amtssprachen: Spanisch sowie 36 indigene Sprachen, darunter Quechua, Aymara und Guaraní
Währung: Boliviano (BOB); 1 Boliviano = 100 Centavos
Zeitzone: UTC –4 (5 Stunden hinter Deutschland im Winter, 6 Stunden im Sommer; keine Sommerzeit)
Beste Reisezeit: Mai bis Oktober (Trockenzeit, ideal für Reisen in Anden, Altiplano und Salar de Uyuni)
Highlights: La Paz (höchstgelegener Regierungssitz der Welt, ca. 3.600 m), Salar de Uyuni (größte Salzpfanne der Erde), Titicacasee , Sucre (UNESCO-Weltkulturerbe & Kolonialarchitektur), Potosí (historische Silberstadt), Eduardo-Avaroa-Nationalpark , Santa Cruz 

Allgemeine Informationen zu Bolivien

Bolivien liegt im Herzen Südamerikas und grenzt an Peru, Brasilien, Paraguay, Argentinien und Chile. Es ist neben Paraguay einer der beiden Binnenstaaten des Kontinents. Das Land vereint auf vergleichsweise kleiner Fläche eine außergewöhnliche landschaftliche Vielfalt – von den Hochgebirgen der Anden über tropische Regenwälder bis hin zu den weiten Tieflandebenen im Osten.

Geographie

Bolivien zeichnet sich durch eine bemerkenswerte topografische Vielfalt aus, die von den Höhen der Anden bis zu den tropischen Tiefebenen des Amazonasbeckens reicht. Charakteristisch sind:

• das Hochland Altiplano – eine karge, aber beeindruckende Hochebene zwischen den Andenkordilleren, in der sich auch der Titicacasee befindet
• die Anden – mit schneebedeckten Gipfeln wie dem Illimani und dem Sajama (6.542 m, höchster Berg des Landes)
• die Yungas – Übergangsregion zwischen Hochland und Amazonasgebiet, geprägt von Nebelwäldern und steilen Tälern
• das Amazonas-Tiefland – tropischer Regenwald mit hoher Artenvielfalt
• die Salzwüste Salar de Uyuni – die größte Salzpfanne der Erde, eines der bekanntesten Naturwunder Südamerikase der Erde.

Flora & Fauna

  • Die Natur Boliviens reicht von den tropischen Regenwäldern des Amazonas bis zu den kargen Hochlandsteppen der Anden und bietet damit eine außergewöhnliche Artenvielfalt.
  • Tierwelt: Lama, Alpaka und Vikuña sind typische Vertreter des Hochlands, während im Tiefland Jaguare, Tapire, Faultiere, Affen und farbenprächtige Papageien beheimatet sind. In den Gebirgsregionen leben Andenkondore, Flamingos und zahlreiche Greifvögel.
  • Pflanzenwelt: Im Hochland dominieren Gräser, Kakteen und Strauchgewächse, in den Yungas dichte Nebelwälder und im Amazonasgebiet üppiger tropischer Regenwald mit Mahagonibäumen, Orchideen und Lianen.
  • Schutzgebiete: Zu den bedeutendsten zählen der Madidi-Nationalpark (Amazonasgebiet), der Amboró-Nationalpark (Übergangszone Yungas) und das Eduardo-Avaroa-Reservat im Süden des Landes mit seinen Hochlandseen und Flamingos.

Wirtschaft

• Leitbranchen: Bergbau (Lithium, Zinn, Silber, Zink, Gas), Landwirtschaft (Soja, Quinoa, Kaffee), Energieexporte (Erdgas), zunehmend Tourismus und Dienstleistungen.
• Reise-Relevanz: Wachsender Ökotourismus – Anden-Trekking, Salzsee-Touren und Amazonas-Expeditionen.

Geschichte

Welche frühen Kulturen prägten das Gebiet des heutigen Bolivien? 
Bereits um 200 v. Chr. bis 600 n. Chr. war die Region um den Titicacasee das Zentrum der Tiahuanaco-Kultur, einer der bedeutendsten frühen Hochkulturen Südamerikas. Ihre Monumentalbauten und landwirtschaftlichen Systeme beeinflussten spätere Völker. Zwischen 1438 und 1471 wurde das Gebiet Teil des Inka-Reiches, das seine Herrschaft über große Teile der Anden ausdehnte.

Wie verlief die Zeit unter spanischer Herrschaft? 
Die Spanier eroberten 1538 die Andenregion und gliederten das Gebiet in das Vizekönigreich Peru ein (ab 1563 gemeinsam mit Peru verwaltet). Durch den Silberreichtum, insbesondere in Potosí, entwickelte sich das Land im 17. Jahrhundert zu einem der bevölkerungsreichsten und wirtschaftlich bedeutendsten Zentren Amerikas. Die Ausbeutung der Bodenschätze und der indigenen Bevölkerung prägte die Kolonialzeit stark.

Wann und wie erlangte Bolivien seine Unabhängigkeit? 
Nach langjährigen Befreiungskämpfen gegen die spanische Kolonialmacht erklärte das Land am 6. August 1825 seine Unabhängigkeit. Angeführt von Simón Bolívar, dem das Land seinen Namen verdankt, und Antonio José de Sucre, begann der Aufbau eines eigenen Staates – jedoch mit politischen Spannungen und Machtkämpfen.

Welche Konflikte und territorialen Verluste folgten? 
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlitt Bolivien mehrere Gebietsverluste:
• Im Salpeterkrieg (1879–1883) gegen Chile verlor es den Zugang zum Pazifik (Provinz Antofagasta).
• Im Chacokrieg (1932–1935) gegen Paraguay verlor Bolivien weitere Teile seines Südostens.
Diese Ereignisse prägen das nationale Bewusstsein bis heute.

Wie entwickelte sich Bolivien im 20. und 21. Jahrhundert? 
Das Land erlebte zahlreiche Militärputsche, Bürgerkriege und soziale Unruhen. Erst ab den 1980er Jahren stabilisierte sich die Demokratie allmählich. Im Jahr 2009 wurde Bolivien offiziell in „Plurinationaler Staat Bolivien“ umbenannt, um die Gleichberechtigung seiner vielen ethnischen Gruppen zu betonen.

Einreise & Visum

• Visum: Bis 90 Tage visumfrei für D/A/CH-Bürger.
• Reisepass: Mindestens 6 Monate über Reiseende hinaus gültig.
• Nachweise: Rück-/Weiterreiseticket 
• Krankenversicherung: Empfohlen

Stand 2025 – aktuelle Daten und Entwicklungen
 

 

Gesundheit

Impfungen: Standard + Hepatitis A empfohlen; bei Langzeitaufenthalt Hep B und Typhus; Gelbfieberimpfung für Tropen Pflicht.
Risiken: Dengue und Malaria im Tiefland; Höhenkrankheit in La Paz und den Anden.

Weitere aktuellen Informationen erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt oder der Website des Centrums für Reisemedizin (CRM). 

Sicherheit

Achten Sie auf Taschendiebstähle und vermeiden Sie unsichere Straßen in Bergregionen. 

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie beim Auswärtigen Amt.

Geld & Zahlungsmittel

  • Währung: Boliviano (BOB); 1 Boliviano = 100 Centavos
  • Bargeld mitnehmen: Empfohlen wird eine Mischung aus Bolivianos und US-Dollar. Etwa 300 US$ in bar sind sinnvoll, zusätzlich zu Kredit- und EC-Karten, da Kartenakzeptanz außerhalb größerer Städte eingeschränkt sein kann.
  • Geldautomaten: In allen größeren Städten (z. B. La Paz, Sucre, Santa Cruz, Cochabamba) und an Flughäfen verfügbar. Abhebungen mit internationalen Kreditkarten (Visa, Mastercard) meist möglich, mit EC-Karten teilweise eingeschränkt. Netzprobleme und Limitierungen sind häufig – mehrere Geldquellen einplanen.
  • Geldwechsel: Günstigster Wechselkurs meist in autorisierten Wechselstuben (Casas de Cambio) oder Banken. US-Dollar werden fast überall akzeptiert; Euro werden seltener gewechselt. Wechselkursvergleiche vor Ort lohnen sich.
  • Kartenzahlung: In Städten, Hotels und touristischen Einrichtungen zunehmend möglich; in ländlichen Regionen, auf Märkten und bei Transporten (Bus, Taxi) meist nur Bargeld akzeptiert.
  • Preisangaben: Teilweise in US-Dollar ($), insbesondere in touristischen Regionen oder bei Hotels. Immer prüfen, ob der Preis in USD oder BOB angegeben ist.
  • Wichtig: US-Dollar sind verbreitetes Zweitzahlungsmittel. Euro werden kaum akzeptiert. Reiseschecks werden nicht mehr angenommen.
  • Hinweis: Wechselkurs 2025 ca. 1 USD = 6,9 BOB (Stand 2025). Der Kurs ist stabil, da Bolivien seine Währung fest an den US-Dollar koppelt, dennoch vor Reiseantritt aktuelle Werte prüfe

Transport im Land

  • Inlandsflüge: ideal für große Entfernungen zwischen Städten wie La Paz, Santa Cruz, Cochabamba und Sucre; besonders sinnvoll wegen der teils schwierigen Straßenverhältnisse in den Anden.
  • Busse: gut ausgebaut, wichtigste und günstigste Reisemöglichkeit im Land; Komfort und Zuverlässigkeit variieren, auf Hauptstrecken oft Nachtbusse mit Schlafsitzen verfügbar.
  • Mietwagen: geeignet in Regionen mit guter Infrastruktur wie Santa Cruz oder Sucre; in Hochland- und Bergregionen aufgrund der Straßenverhältnisse nur eingeschränkt empfehlenswert.
  • Züge: existieren, spielen aber nur eine kleine Rolle im Personenverkehr; touristisch interessante Strecken sind Oruro–Uyuni–Villazón und Santa Cruz–Puerto Quijarro.

Handy & Internet

  • Mobilfunknetze sind in Städten und touristischen Regionen wie La Paz, Sucre, Uyuni oder Santa Cruz gut ausgebaut, in Hochland- und Amazonasgebieten jedoch teilweise eingeschränkt.
  • Lokale Prepaid-SIM-Karten (Entel, Tigo, Viva) sind günstig erhältlich und bieten verlässliches Datenvolumen, die Registrierung erfolgt mit Reisepass.
  • WLAN ist in Hotels, Restaurants und Cafés meist kostenlos verfügbar, in abgelegenen Regionen jedoch oft langsam oder instabil.

Strom & Adapter

Spannung/Frequenz: 230 V / 50 Hz
Steckdosen: Typ A und C
Adapter: Universaladapter empfohlen.

Diplomatische Vertretungen

Bolivianische Vertretungen im deutschsprachigen Raum 

Deutschland:
Botschaft des Plurinationalen Staates Bolivien in Berlin
Adresse: Wichmannstraße 6, 10787 Berlin
Telefon: +49 30 26 39 15 0
E-Mail: berlin@embajada-bolivia.de

Österreich:
Botschaft des Plurinationalen Staates Bolivien in Wien
Adresse: Prinz-Eugen-Straße 18/1/10a, 1040 Wien
Telefon: (+43) (1) 587 4675

E-Mail: an embolaustria@embajada-bolivia.at

Schweiz
Keine bekannte Botschaft des Plurinationalen Staates Bolivien in der Schweiz

Deutschsprachige Vertretungen in Bolivien 

Deutschland:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in La Paz
Adresse: Avenida Arce Nr. 2395 Ecke Calle Belisario Salinas, La Paz, Bolivien
Telefon: +591 2 244 00 66

Honorarkonsulate Deutschlands in Bolivien: Cochabamba, Santa Cruz, Sucre

Österreich:
Honorarkonsulat der Republik Österreich in La Paz
Adresse: Calle Montevideo 130, Edificio Requima, Piso 6, Casilla 270, La Paz, Bolivia
Telefon: (+51) (1) 442 0503 

Schweiz:
Botschaft der Schweiz in La Paz
Adresse: Calle 13, No. 455 Esquina 14 de Septiembre Obrajes La Paz Bolivia 

Telefon: +591 2 275 10 01

 

Wichtige Links

 

Häufige Fragen zu Bolivien

Warum tragen die Indio-Frauen in Bolivien so auffällige Hüte und Kleider?

Die traditionelle Kleidung der indigenen Frauen, der sogenannten Cholitas, hat ihren Ursprung in der spanischen Kolonialzeit.
• Die weiten Röcke (Polleras), Schultertücher und Bowlerhüte stammen von der spanischen Mode des 18. Jahrhunderts.
• Ursprünglich Pflichtkleidung der Dienerinnen, wurde sie im Laufe der Zeit zu einem Symbol des Stolzes und der kulturellen Identität.
• Heute steht die Tracht für Tradition, Status und Selbstbewusstsein und wird besonders in Städten wie La Paz und Cochabamba mit Stolz getragen.

Benötige ich eine Gelbfieberimpfung für Bolivien?

Ja, in bestimmten Regionen ist eine Gelbfieberimpfung verpflichtend.
• Für Einreisen direkt aus Europa nach La Paz oder Sucre besteht keine Pflicht, sie wird aber empfohlen.
• Für Reisen in tropische Tieflandregionen (z. B. Santa Cruz, Beni, Pando, Amazonasgebiet) ist die Impfung gesetzlich vorgeschrieben.
• Die Impfung sollte mindestens 10 Tage vor Abreise erfolgen; der Impfpass sollte mitgeführt werden.

Wie begrüßt man sich in Bolivien?

In Bolivien begrüßt man sich formell mit einem Händedruck und einem freundlichen Blickkontakt. Unter Freunden oder Bekannten sind auch Umarmungen oder ein Wangenkuss üblich – meist nur einseitig. In ländlichen Regionen ist die Begrüßung oft zurückhaltender und respektvoller, während sie in Städten herzlicher ausfallen kann. Bolivianer legen Wert auf Höflichkeit und persönliche Ansprache.

Was bedeutet die Flagge Boliviens?

Die Nationalflagge Boliviens besteht aus drei horizontalen Streifen: Rot, Gelb und Grün.
Rot steht für das Blut der Freiheitskämpfer.
Gelb symbolisiert den Reichtum an Bodenschätzen.
Grün steht für Natur, Fruchtbarkeit und Hoffnung.
Daneben ist die Wiphala, eine bunte quadratische Flagge der Andenvölker, ein gleichwertiges nationales Symbol und steht für Vielfalt und Gleichberechtigung der indigenen Kulturen.

Ist das Leitungswasser in Bolivien trinkbar?

Nein, Leitungswasser ist nicht trinkbar – auch nicht in großen Städten.
• Zum Trinken und Zähneputzen nur abgekochtes oder abgefülltes Wasser verwenden.
Eiswürfel und rohe Salate meiden, wenn unklar ist, ob sie mit Leitungswasser zubereitet wurden.
• Abgefülltes Wasser in versiegelten Flaschen ist überall erhältlich und günstig.

Was sollte man für eine Reise nach Bolivien einpacken

Bolivien weist große Temperaturunterschiede zwischen Hochland und Tiefland auf – Kleidung daher nach dem Zwiebelprinzip wählen:
Leichte Sommerkleidung für das Tiefland (z. B. Santa Cruz).
Warme Schichten (Pullover, Fleece, Jacke, Mütze) für das Hochland und kalte Nächte.
Atmungsaktive Materialien wie Baumwolle oder Funktionsstoffe sind ideal.
Regen- und Windschutz für Anden und Altiplano nicht vergessen.
Bequeme, feste Schuhe für Stadtbesichtigungen und Wanderungen.
Sonnenhut, Halstuch und Sonnenbrille zum Schutz vor starker Höhenstrahlung.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Bolivien

La Paz – warum ist die Stadt in den Wolken so besonders?

Die bolivianische Hauptstadt La Paz liegt spektakulär eingebettet in einem Talkessel der Anden auf über 3.500 Metern Höhe – damit ist sie die höchstgelegene Regierungssitzstadt der Welt. Zwischen schneebedeckten Gipfeln, bunten Märkten und historischen Kolonialbauten pulsiert das politische und kulturelle Herz Boliviens. Die Stadt fasziniert mit Highlights wie dem Hexenmarkt, der Seilbahn Mi Teleférico mit Panoramablick über die Dächer und dem Coca-Museum, das Einblicke in die traditionelle Bedeutung der Kokapflanze gibt.
👉 Lesetipp: La Paz – Stadt zwischen Himmel und Erde

Sucre – warum gilt sie als schönste Stadt Boliviens?

Die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Sucre gilt als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas. Gegründet im Jahr 1538, war sie einst das Zentrum der spanischen Verwaltung und Wiege der bolivianischen Unabhängigkeit. Weiße Kirchen, schattige Innenhöfe und Kopfsteinpflasterstraßen verleihen der Stadt ihren einzigartigen Charme. Besonders sehenswert sind die Kathedrale von Sucre, das Haus der Freiheit (Casa de la Libertad) und die Spuren der Dinosaurierfährten im nahegelegenen Parque Cretácico.
👉 Lesetipp: Sucre – die weiße Stadt Boliviens

Potosí – was macht diese Stadt so geschichtsträchtig?

Potosí war einst die reichste Stadt der Welt – dank der gewaltigen Silbervorkommen im Cerro Rico. Im 17. Jahrhundert arbeiteten hier Zehntausende Mineros unter extremen Bedingungen. Heute erinnern zahlreiche Kolonialbauten und Kirchen an die Zeit, in der Potosí zu den wichtigsten Zentren des spanischen Weltreiches gehörte. Besucher können noch heute eine der aktiven Minen besichtigen und sich ein Bild vom harten Leben der Bergleute machen.
👉 Lesetipp: Potosí – Silber, Geschichte und Höhenluft

Titicacasee – was macht den See zu einem heiligen Ort der Anden?

Der Titicacasee ist das höchstgelegene schiffbare Gewässer der Welt und teilt sich zwischen Bolivien und Peru. Er gilt als spirituelles Zentrum der Inka-Kultur. Besonders bekannt ist die Isla del Sol, die Sonneninsel, auf der der Legende nach der Sonnengott Inti geboren wurde. Besucher können traditionelle Dörfer, antike Ruinen und den Ausblick auf das tiefblaue Andenmeer genießen.
👉 Lesetipp: Die Sonneninsel im Titicacasee – spirituelles Herz der Anden

Santa Cruz – warum ist die tropische Metropole so modern?

Santa Cruz de la Sierra ist das wirtschaftliche Zentrum Boliviens und mit über zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Hier trifft moderne Architektur auf tropische Lebensfreude. In der Umgebung locken der Amboró-Nationalpark und der Noel Kempff Mercado-Nationalpark mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. Auch das charmante Samaipata mit seiner Inka-Ruinenstätte „El Fuerte“ gehört zu den kulturellen Höhepunkten der Region.
👉 Lesetipp: Nationalpark Noel Kempff Mercado – Naturparadies im Osten Boliviens

Salar de Uyuni – warum fasziniert die größte Salzpfanne der Welt?

Mit rund 12.000 Quadratkilometern ist der Salar de Uyuni die größte Salzfläche der Erde. In der Regenzeit verwandelt sich die Ebene in einen riesigen Spiegel, der Himmel und Wolken reflektiert – ein magisches Naturerlebnis. Die Region rund um Uyuni bietet zudem Highlights wie die Fischinsel Isla Incahuasi mit ihren jahrhundertealten Kakteen und die berühmten Salzhotels.
👉 Lesetipp: Salar de Uyuni – Boliviens endlose Salzebene

Coroico und die Yungas – wo trifft Hochland auf Tropen?

Nur wenige Stunden von La Paz entfernt liegen die Yungas, eine spektakuläre Übergangsregion zwischen Andenhochland und Amazonasgebiet. In Coroico, dem Tor zu den Yungas, genießen Besucher ein mildes Klima, tropische Vegetation und Panoramablicke auf tiefe Täler. Besonders bekannt ist die „Death Road“, die angeblich gefährlichste Straße der Welt, die von La Paz in die Tropen führt. Heute wird sie jedoch nicht mehr regulär befahren, da eine größere und sicherere Umgehungsstraße gebaut wurde – die alte Strecke dient mittlerweile fast ausschließlich für geführte Mountainbike-Touren.
👉 Lesetipp: Coroico – zwischen Anden und Regenwald

Laguna Colorada – warum schimmert der See in Rot?

Die Laguna Colorada ist ein spektakuläres Naturphänomen im Südwesten Boliviens. Ihre intensive rote Färbung entsteht durch Algen und Sedimente, die in Verbindung mit Sonneneinstrahlung leuchten. Tausende Andenflamingos versammeln sich hier – besonders in den frühen Morgenstunden ein unvergesslicher Anblick. Umgeben von schneebedeckten Vulkanen und bizarren Felsformationen ist die Lagune eines der meistfotografierten Motive des Altiplano.
👉 Lesetipp: Laguna Colorada – die rote Lagune im Hochland Boliviens

Siloli-Wüste – warum wird sie die „Wüste der Farben“ genannt?

Die Siloli-Wüste liegt in der Nähe der chilenischen Grenze und ist Teil des bolivianischen Hochlands. Ihre Landschaft aus roten, gelben und ockerfarbenen Gesteinsformationen wirkt fast surreal. Besonders bekannt ist der „Steinbaum“, eine natürliche Felsformation, die durch Wind und Sand geformt wurde. Trotz der Trockenheit ist die Region Lebensraum für Vikunjas und Wüstenfüchse.
👉 Lesetipp: Wüstenparadiese Lateinamerikas – eine Entdeckungsreise durch Salz, Sand und Pampa

Eduardo-Avaroa-Nationalpark – warum gilt er als das Naturjuwel des bolivianischen Altiplano?

Der Eduardo-Avaroa-Andean-Fauna-Nationalpark im Südwesten Boliviens gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten des Landes. Er liegt auf über 4.000 Metern Höhe und vereint einige der beeindruckendsten Naturwunder Südamerikas: die Laguna Colorada, die Siloli-Wüste, Geysire, heiße Quellen und Vulkane. Der Park ist Heimat von Flamingos, Vikunjas und seltenen Hochlandvögeln.
👉 Lesetipp: Wüstenparadiese Lateinamerikas – eine Entdeckungsreise durch Salz, Sand und Pampa

Wetter und Klima in Bolivien

Bolivien ist ein Land der klimatischen Extreme: Vom tropischen Regenwald im Amazonasbecken bis zu den eisigen Hochlagen der Anden reicht die Vielfalt. Während im Altiplano (über 3.500 m) kalte, trockene Luft und starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht herrschen, sind die Täler angenehm gemäßigt und die östlichen Tiefländer (Llanos) heiß und feucht. Durchschnittlich liegen die Temperaturen im Tiefland bei rund 30 °C, im Hochland dagegen oft unter 15 °C.

🌸 Frühling (September – November)

Klima: Übergangszeit zur Regenperiode – im Hochland mild und klar, in den Tiefländern warm bis heiß.
Landschaft: Blühende Täler, gute Sicht auf die Anden, erste Regenschauer in tropischen Gebieten.
Ideal für: Kulturreisen nach Sucre und La Paz, Ausflüge zum Titicacasee, Wanderungen im Hochland.

☀️ Sommer (Dezember – Februar)

Klima: Regenzeit – feucht und warm im Tiefland, kühl und wechselhaft im Hochland.
Landschaft: Üppig grüne Vegetation, spektakuläre Wolkenbilder; auf dem Salar de Uyuni entsteht die berühmte Spiegelfläche.
Ideal für: Naturfotografie, Uyuni-Touren während der Spiegelsaison, Reisen in tropische Regionen wie Santa Cruz oder das Amazonasbecken.

🍁 Herbst (März – Mai)

Klima: Beginn der Trockenzeit – tagsüber mild, nachts kühl. Kaum Regen und meist klare Sicht.
Landschaft: Farbenfrohe Täler rund um Cochabamba und Sucre, ruhige Reisezeit mit angenehmen Bedingungen.
Ideal für: Rundreisen, Wanderungen und Kulturtrips in den Andenregionen.

❄️ Winter (Juni – August)

Klima: Trocken und sonnig – tagsüber angenehm, nachts sehr kalt, besonders im Altiplano.
Landschaft: Kristallklare Sicht auf die schneebedeckten Anden, trockene Salzflächen im Salar de Uyuni.
Ideal für: Trekking, Bergtouren, Ausflüge nach Potosí, La Paz und in den Eduardo-Avaroa-Nationalpark.

Wann ist die beste Reisezeit für Bolivien? 

  • Trockenzeit (Mai bis Oktober): Ideale Reisezeit für Bolivien – sonnig, klare Tage, angenehme Temperaturen und gute Straßenverhältnisse.
  • Hochland (La Paz, Uyuni, Potosí): Beste Sichtbedingungen auf die Andenlandschaften und Salzseen, kaum Regen.
  • Tropischer Osten (Santa Cruz, Amazonien): Weniger Niederschläge, gute Bedingungen für Natur- und Dschungeltouren.
  • Zentralbolivien (Sucre, Cochabamba): Ganzjährig mildes Klima, ideal für Kultur-, Stadt- und Rundreisen.

 

 

Beste Reisezeit

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
Bolivien    sonnesonnesonnesonnesonnesonne  

Durchschnittliche Tagestemperatur

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
La Paz13°C13°C13°C14°C14°C13°C13°C13°C14°C15°C15°C14°C
Cochabamba25°C24°C25°C25°C24°C24°C24°C25°C25°C27°C25°C26°C
Cobija31°C31°C32°C30°C29°C30°C30°C33°C35°C32°C31°C31°C
Sucre20°C20°C19°C20°C20°C20°C20°C21°C21°C21°C21°C21°C

Durchschnittliche Sonnenstunden/Tag

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
La Paz655678876666
Cochabamba877999910101098
Cobija11119101011111111111010
Sucre766678888777

Regenzeit

RegionJanFebMärzAprilMaiJuniJuliAugSepOktNovDez
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