Städte und Orte in Chile

Insel Chiloé

Diese Insel liegt an der Nordwestküste Chiloés, ca. 30 Minuten von Ancud entfernt. Die Insel ist neben den zahlreichen Mythen und Sagen vor allem für seine Holzkirchen bekannt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden sind. Man kann im Chiloé Nationalpark wandern oder die Pinguin-Kolonien besuchen, die sich auf der Insel "Islotes Puñihul" befinden. Auf der 30-minütigen Fahrt zur Insel haben Sie die Möglichkeit Humboldt- und Magellan-Pinguine zu beobachten.


 

Valparaíso – Viña del Mar

100 km nordwestlich von Santiago liegt die UNESCO-Welterbe Altstadt Valparaiso – einer der ältesten und wichtigsten Pazifikhäfen und auch heute noch eine der interessantesten Städte des Landes. Valparaíso wurde 1536 an einer breiten Bucht gegründet. Hier werden vor allem die Importe des Landes verladen. Außerdem ist es ein kulturelles Zentrum mit zwei Universitäten und einem Industriestandort. Die herrlichen Strände und fruchtbaren Täler machen die Region rund um Valparaiso touristisch sehr interessant. Viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt lassen sich am besten zu Fuß erleben, daher ist es empfehlenswert, einen Stadtbummel durch die farbenfrohe Stadt zu machen. Neben Valparaíso liegt das luxuriöse Seebad Viña del Mar. Es hat einen breiten Sandstrand und ein ganzjährig mildes Klima.


 

Santiago de Chile

Die in einem Talkessel gelegene Hauptstadt der Republik Chile umfasst heute ca. 6 Millionen Einwohner. Santiago ist die Hauptstadt und mit Abstand die größte Stadt Chiles. Im Großraum Santiago lebt etwa die Hälfte der chilenischen Einwohner. Von den Bauten der Kolonialzeit sind viele in den vergangenen Jahrhunderten durch Erdbeben verloren gegangen. Trotzdem ist das lebhafte Stadtzentrum Santiagos immer noch durch alte historische Gebäude geprägt. Sehenswert sind die großen Hauptstraßen im Zentrum sowie der Cerro San Cristobal, von dem man einen schönen Ausblick über die Stadt hat. Santiago ist das kulturelle Zentrum Chiles, die Vielfalt an Museen, Theatern und Kinos ist sehr groß. Jenseits des Flusses findet man das moderne Zentrum mit Galerien und Theater, Restaurants und Cafés.


 

Osterinsel

1722 entdeckte ein niederländischer General am Ostermontag eine Insel im Pazifik, die er Osterinsel nannte. 1888 besetzte Chile die Insel, die erst im 12. Jahrhundert von polynesischen Einwanderern besiedelt worden war. Die vulkanische Insel mit dem subtropischen Klima beherbergt Spuren einer großartigen Kultur, deren Wurzeln in Polynesien liegen. Die einsamste Insel der Welt bietet rote Erde, rosafarbene Sandstrände, Vulkankrater, frei laufende Pferde und eine freundliche Bevölkerung. Entlang der Küste stehen die zum Teil 20 m hohen Statuen aus Tuffstein, die den Wissenschaftlern auch heute noch Rätsel aufgeben. Gerade wegen dieser mystischen Vergangenheit und natürlichen Schönheit ist es ein sehr populäres Touristenziel. Außer den rätselhaften, riesigen Tuffsteinfiguren sind auch der Strand Anakena – ein Traum aus weißem Sand und Kokospalmen –, die Moai-Werkstatt in einem Steinbruch und die vielen erloschenen Vulkane einen Besuch wert!


 

Feuerland

Am Südzipfel des Kontinents, am Ende der Welt, lockt ein sagenumwobenes Inselreich. Die Inselgruppe Feuerland ist durch die 560 km lange und 3 bis 32 km breite Magellanstraße vom Festland getrennt. Die Straße verbindet den Pazifik mit dem Atlantik. Magellan war es auch, der diese Inselgruppe entdeckt hat. Er benannte sie nach dem Tag und Nacht brennenden Feuer der Ureinwohner. Heute sind diese nahezu ausgerottet. Die Menschen, die nun hier leben, betreiben vor allem Schafzucht. Die Hauptinsel „Tierra del Fuego“ ist zweigeteilt. Der westliche Teil gehört zu Chile, der östliche zu Argentinien, und so hat die Insel auch zwei Hauptstädte. Die rauen Reize seiner wilden Natur erschließen sich am besten bei einer Bootstour. Auf den Gipfeln leuchtet ewiges Eis, in einsame Fjorde stoßen gewaltige Gletscher vor und auf zahlreichen Landgängen können Sie Pinguine, Seelöwen und Kormorane aus nächster Nähe bewundern.

Pinguine in Feuerland

Pinguine in Feuerland
© SERNATUR

San Pedro de Atacama

San Pedro de Atacama ist der Ausgangspunkt für Expeditionen in die Wüste. Von dort fährt man zum Salar de Atacama – dem größten Salzsee Chiles – und weiter ins Hochland zu faszinierenden, türkisblauen Lagunen und sprudelnden Geysiren. Die berühmtesten sind die Tatio Geysire. Das Geysirfeld liegt am Rande der Wüste und ist mit Bus oder Mietwagen erreichbar. Die Dampfwolken sind kurz vor Sonnenaufgang am besten zu erkennen. Um die Dampfsäulen in voller Pracht zu erleben, muss man daher früh aufbrechen. Zum Pflichtprogramm für Besucher von San Pedro de Atacama gehört auch das Valle de la Luna, ein Tal in der Atacama mit einer hohen Düne, von der aus man einen phantastischen Sonnenuntergang genießen kann. Die Stadt selbst bietet in archäologischen Stätten und Museen wertvolle Spuren der einheimischen Kulturen.

Der Atacama Salzsee

Der Atacama Salzsee
© Turismo Chile

Nationalpark Torres del Paine

Der Nationalpark Torres del Paine ist eines der großen Naturerlebnisse in Chile. Der Nationalpark schützt diverse Gletscher, eine abwechslungsreiche Flora und Fauna, alte Moore, Bereiche der Pazifikküste und mehrere Seen. Etwa in der Mitte des Nationalparks, mitten in der graubraunen Pampa, befinden sich mehr als 2000 Meter hohe nadelartige Granitberge. Die weltberühmten „Türme des blauen Himmels“ sind das Wahrzeichen des Nationalparks. Der Nationalpark ist für die meisten bei Patagonien Reisen ein Muss, ein Traumziel für Naturliebhaber und eines des beliebtesten Trekkinggebiete Südamerikas. Südlich dieser drei Berge liegt der türkisblaue Lago Nordenskjöld, der während einer Wanderung an seinen Ufern entlang schöne Ausblicke bietet. Westlich liegt der Grey-Gletscher mit dem Lago Grey. Riesige Gletscher strömen vom Eisfeld herunter und bilden eine kreisartige Ansammlung von Seen, die in allen Farben von Eisgrau bis Kobaltblau schimmern. Den Gletscher kann man auf einer Wanderung oder Bootstour erleben, aber vor allem die Wanderung zum Aussichtspunkt des Gletschers muss man unbedingt gemacht haben.


 

Carretera Austral

Weiter südlich trifft man auf die Carretera Austral, eine der letzten Wildnisstraßen, die 1996 fertiggestellt wurde und zuvor unzugängliche Gebiete erschlossen hat. Sie beginnt in Puerto Montt und windet sich über 1100km durch Urwälder und Fjorde, vorbei an unzähligen Flüssen und Seen bis nach Caleta Tortel. Die dünnbesiedelte Region besticht durch ihre unberührte Natur – hier findet man Nationalparks, zahllose Gletscher, Lagunen und Fjorde. Ein ideales Umfeld für den Aktivurlaub!